Datenmengen zwischen KB, MB, GB und TB umrechnen (dezimal, 1000er-Schritte).
Ergebnis erscheint rechts im Feld „Ergebnis“. Mit ⇅ Richtung tauschen.
Bei Datenmengen konkurrieren zwei Zählweisen, und genau daraus entstehen die meisten Missverständnisse. Nach dem SI-Standard gilt dezimal: 1 GB = 1.000 MB = 1.000.000 kB. Betriebssysteme rechnen dagegen häufig binär, in Zweierpotenzen: 1 GiB = 1.024 MiB. Der Unterschied wächst mit jeder Stufe – bei Gigabyte sind es 7,4 Prozent, bei Terabyte bereits fast zehn.
Ein Hersteller verkauft eine Platte mit 1 TB und meint 1.000.000.000.000 Byte – das ist korrekt nach SI. Windows teilt diese Zahl durch 1.024³ und zeigt „931 GB“ an, beschriftet das Ergebnis aber weiterhin mit GB statt korrekt mit GiB. Es fehlt also nichts; nur die Etiketten passen nicht zusammen. macOS und die meisten Linux-Distributionen rechnen seit einigen Jahren dezimal und zeigen deshalb dieselbe Platte als 1 TB an. Die IEC führte die Präfixe Kibi, Mebi und Gibi bereits 1998 ein, durchgesetzt haben sie sich außerhalb technischer Dokumentation aber kaum.
Ein Video belegt 4.700 MB. Dezimal sind das 4,7 GB und passt damit exakt auf eine handelsübliche DVD, die mit 4,7 GB beworben wird. Binär gerechnet ergeben dieselben Daten 4.700 ÷ 1.024 = 4,59 GiB – der Brennsoftware-Dialog zeigt also eine kleinere Zahl an, obwohl es dieselbe Datei ist. Wer eine 25-GB-Blu-ray füllen will, hat real 23,3 GiB zur Verfügung.
Die zweite große Stolperfalle betrifft die Schreibweise: Mbit/s mit kleinem b bezeichnet Megabit pro Sekunde, MB/s mit großem B Megabyte pro Sekunde. Ein Byte besteht aus acht Bit, also entspricht eine 100-Mbit/s-Leitung höchstens 12,5 MB/s an tatsächlicher Downloadrate. Internetanbieter werben grundsätzlich in Bit, Downloadfenster zeigen Byte – wer beides gleichsetzt, hält seinen Anschluss für achtmal langsamer als er ist. Bei Mobilfunkverträgen mit Datenvolumen wird dagegen in Gigabyte gerechnet, meist dezimal.
Für Kaufentscheidungen, Datenvolumen und Übertragungsraten die dezimale, weil Hersteller und Anbieter so rechnen. Für Arbeitsspeicher gilt praktisch immer die binäre – RAM-Riegel gibt es mit 8, 16 oder 32 GiB, und niemand nennt sie anders. Bei Dateigrößen im Betriebssystem lohnt der Blick, welche Einheit angezeigt wird. Spürbar wird der Unterschied auch bei Cloud-Kontingenten und Backups: Wer 100 GB gebucht hat, bringt darin je nach Zählweise 100 oder nur rund 93 GiB an Dateien unter – bei großen Archiven fehlt so am Ende ein ganzer Ordner. Der Rechner oben zeigt beide Wege parallel, damit sich die Differenz sofort einordnen lässt. Für Übertragungszeiten hilft ergänzend der Dreisatz-Rechner, für Prozentabweichungen der Prozentrechner.