Zeit & Datum

Arbeitszeitrechner

Berechne deine Netto-Arbeitszeit aus Kommen, Gehen und Pause – auch über Mitternacht.

min

Ergebnis

Netto-Arbeitszeit
—
in Dezimalstunden—

So funktioniert die Berechnung

Der Arbeitszeitrechner ermittelt aus Beginn, Ende und Pausen die tatsächliche Netto-Arbeitszeit. Das ist nützlich für die Zeiterfassung, die Kontrolle von Überstunden und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.

Die Berechnung

Netto-Arbeitszeit = Anwesenheitszeit − Pausen. Die Anwesenheit ist die Spanne zwischen Kommen und Gehen; davon werden die Pausen abgezogen. Das Ergebnis lässt sich in Stunden und Minuten oder in Dezimalstunden ausgeben (etwa 8:30 Stunden = 8,5 Stunden).

Gesetzliche Pausen und Grenzen

Das Arbeitszeitgesetz schreibt Mindestpausen vor: bei mehr als 6 Stunden Arbeit mindestens 30 Minuten, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten. Die werktägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden nicht überschreiten, ausnahmsweise 10 Stunden, wenn im Durchschnitt von sechs Monaten 8 Stunden eingehalten werden. Zwischen zwei Arbeitstagen ist eine Ruhezeit von 11 Stunden vorgeschrieben.

Rechenbeispiel

Von 8:00 bis 17:00 Uhr sind neun Stunden Anwesenheit. Nach Abzug von 45 Minuten Pause bleiben 8 Stunden 15 Minuten Netto-Arbeitszeit. Wer seinen Stundenlohn daraus ableiten möchte, nutzt den Stundenlohn-Rechner.

Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen gesetzlichen bzw. fachlichen Vorgaben.

Überstunden, Gleitzeit und Aufzeichnungspflicht

Viele Betriebe führen ein Arbeitszeitkonto, auf dem Mehr- und Minderstunden gesammelt und später ausgeglichen werden. Bei Gleitzeit können Beschäftigte Beginn und Ende in einem Rahmen selbst bestimmen, solange die Kernarbeitszeit und die Gesamtstunden stimmen. Überstunden müssen nicht automatisch bezahlt werden – ob und wie sie vergütet oder in Freizeit ausgeglichen werden, richtet sich nach Arbeits- oder Tarifvertrag. Zu beachten ist außerdem: Nach der Rechtsprechung sind Arbeitgeber verpflichtet, die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten systematisch zu erfassen. Eine saubere Zeiterfassung schützt daher beide Seiten – sie belegt geleistete Stunden und stellt die Einhaltung der gesetzlichen Höchstgrenzen und Ruhezeiten sicher.

Arbeitszeit richtig dokumentieren

Eine verlässliche Zeiterfassung ist nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern auch im eigenen Interesse: Sie schafft Klarheit über geleistete Stunden, erleichtert den Ausgleich von Überstunden und dient im Streitfall als Nachweis. Ob per App, Stempeluhr oder Tabelle – wichtig ist, dass Beginn, Ende und Pausen vollständig und zeitnah festgehalten werden. Wer seine Zeiten selbst mitschreibt, sollte dieselben Werte wie der Arbeitgeber verwenden, um Differenzen zu vermeiden. Der Arbeitszeitrechner unterstützt dabei, indem er aus den Eckdaten schnell die korrekte Netto-Arbeitszeit ermittelt und so eine saubere, nachvollziehbare Grundlage für die Dokumentation liefert.

Ruhezeit zwischen zwei Schichten

Neben Höchstarbeitszeit und Pausen regelt das Arbeitszeitgesetz die Ruhezeit: Nach Arbeitsende müssen mindestens elf zusammenhängende Stunden ohne Arbeit liegen. In Krankenhäusern, Gaststätten und der Landwirtschaft darf sie auf zehn Stunden verkürzt werden, wenn ein Ausgleich erfolgt. Wer abends um 22 Uhr Feierabend macht, darf regulär also frühestens um 9 Uhr wieder beginnen – ein Punkt, der bei kurzfristigen Dienstplanänderungen häufig übersehen wird.

Häufige Fragen

Wird die Pause abgezogen?
Ja, die eingetragene Pause wird von der Bruttozeit abgezogen.
Funktioniert es über Mitternacht?
Ja – liegt das Ende vor dem Beginn, wird auf den Folgetag gerechnet.
Werden Pausen mitgezählt?
Nein, gesetzliche und vereinbarte Pausen zählen nicht zur Arbeitszeit.
Wie viel Pause ist Pflicht?
Ab 6 Stunden mindestens 30 Minuten, ab 9 Stunden 45 Minuten.
Für wen ist dieser Rechner gedacht?
Für alle, die schnell und ohne Fachwissen ein verlässliches Ergebnis brauchen – ob privat, im Beruf oder zur Kontrolle einer eigenen Rechnung.
Wie berechne ich meine Netto-Arbeitszeit?
Ziehen Sie von der Anwesenheitszeit (Ende minus Beginn) die Pausen ab. Von 8 bis 17 Uhr mit 45 Minuten Pause ergeben sich 8 Stunden 15 Minuten.
Wie viel Pause steht mir gesetzlich zu?
Bei mehr als 6 Stunden Arbeit mindestens 30 Minuten, bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten. Die Pause kann in Abschnitte von je mindestens 15 Minuten geteilt werden.
Wie viele Stunden darf ich am Tag arbeiten?
In der Regel höchstens 8 Stunden werktäglich, ausnahmsweise bis zu 10 Stunden, sofern im Halbjahresdurchschnitt 8 Stunden eingehalten werden.
Müssen Überstunden bezahlt werden?
Nicht zwingend. Ob Überstunden vergütet oder in Freizeit ausgeglichen werden, regeln Arbeits- oder Tarifvertrag. Ohne Regelung besteht nicht automatisch ein Anspruch auf Bezahlung.