Mathe & Alltag

pq-Formel-Rechner

Gleichung in der Normalform x² + px + q = 0 eingeben – der Rechner liefert beide Lösungen, die Diskriminante und den Scheitelpunkt.

Ergebnis

Lösungen
—
Diskriminante (p/2)² − q—
x₁—
x₂—
Scheitelpunkt der Parabel—
Rechenweg—
Die pq-Formel setzt die Normalform x² + px + q = 0 voraus. Steht vor dem x² ein anderer Faktor a, muss die Gleichung zuerst durch a geteilt werden – oder man nutzt direkt die abc-Formel.

So funktioniert die Berechnung

Quadratische Gleichungen lassen sich nicht wie lineare Gleichungen umstellen, weil die Unbekannte in zwei Potenzen auftritt. Die pq-Formel löst dieses Problem in einem Schritt – vorausgesetzt, die Gleichung liegt in der Normalform vor: x² + px + q = 0. Der Faktor vor dem x² muss also 1 sein.

Die Formel und woher sie kommt

x₁,₂ = −p/2 ± √((p/2)² − q). Dahinter steckt die quadratische Ergänzung: Man addiert (p/2)² auf beiden Seiten, formt die linke Seite zum vollständigen Quadrat (x + p/2)² um und zieht anschließend die Wurzel. Das ± entsteht dabei ganz natürlich, weil eine Quadratwurzel zwei Vorzeichen zulässt. Der Ausdruck unter der Wurzel heißt Diskriminante und entscheidet über die Anzahl der Lösungen: Ist sie positiv, gibt es zwei; ist sie null, fallen beide zusammen; ist sie negativ, existiert keine reelle Lösung – die Parabel schneidet die x-Achse dann nicht.

Rechenbeispiel

x² − 6x + 8 = 0, also p = −6 und q = 8. Zuerst −p/2 = 3. Die Diskriminante beträgt 3² − 8 = 1, ihre Wurzel ist 1. Damit ergibt sich x₁ = 3 + 1 = 4 und x₂ = 3 − 1 = 2. Die Probe bestätigt es: 16 − 24 + 8 = 0 und 4 − 12 + 8 = 0. Der Scheitelpunkt liegt bei (3 | −1), also genau zwischen den beiden Nullstellen – das gilt immer, weil die Parabel symmetrisch zur Geraden x = −p/2 ist.

Typische Fehlerquellen

Der häufigste Fehler ist die vergessene Normalform: Bei 2x² − 12x + 16 = 0 muss zuerst durch 2 geteilt werden, sonst rechnet man mit falschem p und q. Der zweithäufigste betrifft das Vorzeichen – bei p = −6 ist −p/2 gleich +3, nicht −3. Und drittens wird q oft mit falschem Vorzeichen übernommen, wenn die Gleichung nicht auf null gebracht wurde: x² + 3x = 10 muss erst zu x² + 3x − 10 = 0 umgeformt werden. Ein Trick zur Kontrolle ist der Satz von Vieta: Die Summe der Lösungen ist immer −p, ihr Produkt immer q. Im Beispiel gilt 4 + 2 = 6 = −(−6) und 4 · 2 = 8 – stimmt beides, ist die Rechnung fast sicher richtig.

pq-Formel oder abc-Formel?

Beide liefern dasselbe Ergebnis. Die abc-Formel funktioniert auch, wenn der Vorfaktor a ungleich 1 ist, dafür ist sie länger. In der Praxis lohnt die pq-Formel, wenn die Gleichung ohnehin normiert vorliegt oder sich leicht normieren lässt; sonst spart die abc-Formel den Zwischenschritt. Für Gleichungen ohne konstantes Glied ist ohnehin das Ausklammern schneller: x² + 5x = 0 wird zu x(x + 5) = 0 mit den Lösungen 0 und −5. Verwandte Werkzeuge sind der Wurzel- und Potenzrechner für die Zwischenschritte und der ggT/kgV-Rechner beim Kürzen von Brüchen in den Koeffizienten.

Häufige Fragen

Was sagt die Diskriminante aus?
Sie ist der Ausdruck unter der Wurzel, (p/2)² − q, und bestimmt die Anzahl der Lösungen. Positiv bedeutet zwei Nullstellen, null eine doppelte Nullstelle im Scheitelpunkt, negativ keine reelle Lösung – die Parabel liegt dann vollständig über oder unter der x-Achse.
Was mache ich, wenn vor dem x² ein Faktor steht?
Die gesamte Gleichung durch diesen Faktor teilen, damit die Normalform entsteht. Aus 3x² + 12x − 15 = 0 wird x² + 4x − 5 = 0. Alternativ lässt sich direkt die abc-Formel anwenden, die den Vorfaktor mitverarbeitet.
Wie überprüfe ich mein Ergebnis?
Mit dem Satz von Vieta: Die Summe der beiden Lösungen muss −p ergeben, das Produkt q. Zusätzlich lohnt die Einsetzprobe in die Ausgangsgleichung – beide Kontrollen dauern nur Sekunden und finden Vorzeichenfehler zuverlässig.
Warum gibt es manchmal keine Lösung?
Weil eine Quadratwurzel aus einer negativen Zahl im Bereich der reellen Zahlen nicht definiert ist. Grafisch bedeutet das: Die Parabel schneidet die x-Achse nicht. Im Bereich der komplexen Zahlen existieren dennoch zwei Lösungen, die der Rechner mit angibt.
Wo liegt der Scheitelpunkt?
Bei x = −p/2, also genau in der Mitte zwischen den beiden Nullstellen. Der zugehörige y-Wert ist q − (p/2)². Bei einer doppelten Lösung berührt der Scheitelpunkt die x-Achse.