Text einfügen – der Zähler liefert Zeichen mit und ohne Leerzeichen, Wörter, Sätze, Absätze und die geschätzte Lesezeit.
Der Zähler wertet den eingegebenen Text direkt im Browser aus und aktualisiert sich bei jeder Eingabe. Gezählt werden Zeichen einschließlich Leerzeichen, Zeichen ohne jegliche Leerraumzeichen, Wörter, Sätze und Absätze. Übertragen wird dabei nichts – der Text verlässt das Gerät nicht.
Als Zeichen zählt jedes einzelne Symbol, also auch Satzzeichen, Ziffern und Leerzeichen. Für die Variante „ohne Leerzeichen" werden alle Leerraumzeichen entfernt: normale Leerzeichen ebenso wie Tabulatoren und Zeilenumbrüche. Ein Wort ist jede Zeichenfolge zwischen zwei Leerräumen – „E-Mail" zählt daher als ein Wort, „z. B." dagegen als zwei. Sätze erkennt der Zähler an Punkt, Ausrufe- und Fragezeichen; Abkürzungen wie „usw." führen dadurch systematisch zu einem Satz zu viel. Absätze sind durch eine Leerzeile getrennte Blöcke.
Zeichenlimits sind an vielen Stellen hart: Bewerbungsportale begrenzen Motivationsschreiben häufig auf 2.000 oder 4.000 Zeichen, Hochschulen geben für Exposés und Abstracts feste Obergrenzen vor, und bei Social-Media-Plattformen gelten je nach Dienst zwischen 280 und 3.000 Zeichen. Auch im Marketing zählt jedes Zeichen: Meta-Descriptions werden in den Suchergebnissen nach rund 155 Zeichen abgeschnitten, Title-Tags nach etwa 60. Eine SMS umfasst 160 Zeichen, bei Sonderzeichen nur 70 – der Rest wird als zweite Nachricht berechnet.
Im deutschsprachigen Raum rechnen Verlage und Redaktionen traditionell in Zeichen, oft als „Normseite" mit 1.500 Zeichen inklusive Leerzeichen. Übersetzer und Lektoren kalkulieren ebenfalls je Normzeile mit 55 Zeichen. Im wissenschaftlichen Bereich und im englischsprachigen Raum sind dagegen Wortzahlen üblich – Hausarbeiten, Paper und Abstracts werden fast immer in Wörtern begrenzt. Wer eine Vorgabe von „5 Seiten" erhält, kann grob mit 250 bis 300 Wörtern je Seite rechnen, bei 1,5-fachem Zeilenabstand und 12 Punkt Schriftgröße.
Einige Limits begegnen im Alltag immer wieder. Der Betreff einer E-Mail sollte 60 Zeichen nicht überschreiten, sonst bricht ihn das Postfach ab. Ein Tweet umfasst 280 Zeichen, ein Instagram-Beitrag 2.200, wobei nach den ersten 125 abgeschnitten wird. Bewerbungsportale begrenzen Freitextfelder oft auf 2.000 oder 4.000 Zeichen. Bei Datenbanken ist die Grenze technischer Natur: Ein VARCHAR-Feld fasst je nach Definition 255 oder mehr Zeichen, wobei Umlaute in UTF-8 zwei Bytes belegen und die Zeichenzahl deshalb nicht mit der Bytezahl übereinstimmt.
Die angezeigte Lesezeit beruht auf 200 Wörtern pro Minute, dem üblichen Mittelwert für stilles Lesen von Sachtexten auf Deutsch. Bei komplexen Fachtexten liegt der Wert eher bei 150, bei einfachen Texten bei 250. Fürs laute Vorlesen gilt eine deutlich niedrigere Rate: Rund 120 bis 130 Wörter pro Minute sind ein realistischer Vortragswert, was für eine Zehn-Minuten-Präsentation etwa 1.250 Wörter bedeutet. Wer ein Manuskript plant, sollte deshalb nicht die Lesezeit, sondern die Sprechdauer ansetzen. Verwandte Werkzeuge sind der Prozentrechner für Anteilsberechnungen und der Durchschnitt-Rechner für Auswertungen.