Berechne die jährliche Stromersparnis und wann sich dein Balkonkraftwerk amortisiert.
Nur der selbst verbrauchte Solarstrom spart Geld: genutzte kWh × Strompreis ergeben die Jahresersparnis; Anschaffung ÷ Ersparnis die Amortisationszeit.
Beispiel: 600 kWh × 70 % × 0,35 € = 147 € Ersparnis pro Jahr.
Der Rechner liefert das Ergebnis sofort und nachvollziehbar – ideal zum schnellen Überschlagen ebenso wie zur genauen Kontrolle. Alle Angaben dienen der Orientierung und ersetzen im Einzelfall keine fachliche Beratung.
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Steckersolaranlage. Seit 2024 dürfen Wechselrichter bis 800 Watt Einspeiseleistung betrieben werden. Der Jahresertrag hängt von Ausrichtung und Standort ab: Pro installiertem Kilowatt-Peak (kWp) sind in Deutschland grob 900 bis 1.000 kWh im Jahr realistisch. Ein typisches Set mit rund 0,8 kWp Modulleistung erzeugt also etwa 700 bis 850 kWh jährlich.
Wirtschaftlich ist vor allem der Eigenverbrauch: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Strompreis. Wer tagsüber Grundlast wie Kühlschrank, Router und Standby-Geräte abdeckt, nutzt einen großen Teil des Ertrags direkt. Bei üblichen Anschaffungskosten und aktuellen Strompreisen amortisiert sich ein Balkonkraftwerk oft in wenigen Jahren. Zu beachten sind die vereinfachte Anmeldung im Marktstammdatenregister und die Absprache mit dem Netzbetreiber. Eine größere Dachanlage rechnen Sie mit dem Photovoltaik-Rechner.
Der Ertrag hängt stark von der Ausrichtung ab: Eine nach Süden geneigte Fläche liefert das Maximum, doch auch eine Ost-West-Aufteilung ist sinnvoll, weil sie den Ertrag über den Tag verteilt und so den Eigenverbrauch erhöht. Wichtig sind ein möglichst verschattungsfreier Standort und ein stabiler, windsicherer Aufbau am Balkon, an der Wand oder auf dem Flachdach. Angeschlossen wird die Anlage über einen geeigneten Stecker an einen eigenen Stromkreis. Da die Module viele Jahre Ertrag liefern, ist die Investition meist gut kalkulierbar – der Rechner zeigt Ertrag und Ersparnis für Ihre Situation.
Für Steckersolargeräte wurden die Regeln deutlich vereinfacht. Die zulässige Wechselrichterleistung liegt bei 800 Voltampere, die Modulleistung darf bis 2.000 Watt Peak betragen. Die Anmeldung erfolgt nur noch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur mit wenigen Angaben; die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Auch ein alter Ferraris-Zähler ist kein Hindernis mehr: Er darf übergangsweise weiterlaufen, bis der Netzbetreiber ihn austauscht. Mieterinnen und Wohnungseigentümer haben zudem einen Anspruch darauf, dass ihnen die Installation nicht ohne triftigen Grund verweigert wird.
Der Ertrag zählt nur dann, wenn der Strom im Haushalt auch verbraucht wird – eingespeister Überschuss wird bei Steckersolargeräten in aller Regel nicht vergütet. Entscheidend ist deshalb die Grundlast: Kühlschrank, Router, Server und Standby-Verbraucher laufen dauerhaft und nehmen einen erheblichen Teil der Erzeugung auf. Wer zusätzlich Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner in die Mittagsstunden legt, hebt den Eigenverbrauchsanteil deutlich. Als Faustwert amortisieren sich Anlagen bei einem Anschaffungspreis um 500 Euro und einem Eigenverbrauch von 60 bis 70 Prozent innerhalb von vier bis sechs Jahren; bei ungünstiger Ausrichtung oder niedriger Grundlast kann es doppelt so lange dauern. Die Lieferung erfolgt seit 2023 ohne Umsatzsteuer.