Berechne Jahresertrag, Eigenverbrauch, Einspeisevergütung und die jährliche Ersparnis deiner Photovoltaikanlage.
Einspeisevergütung Stand 02/2026 (7,78 ct/kWh bis 10 kWp, Bundesnetzagentur). Für Neuanlagen ab 2027 ist ein Wegfall der festen Vergütung geplant – Wert anpassen.
Der Hebel ist der Eigenverbrauch: Selbst genutzter Strom spart den vollen Strompreis – eingespeister bringt nur einen Bruchteil davon.
Eine Photovoltaikanlage rechnet sich heute nicht mehr über die Einspeisevergütung, sondern über den Eigenverbrauch. Der Grund ist einfach: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Strompreis, jede eingespeiste bringt nur die Vergütung – und die liegt seit Jahren deutlich darunter. Der Unterschied ist meist ein Faktor drei bis vier. Wer seine Anlage plant, sollte deshalb zuerst über Verbrauch nachdenken, nicht über Einspeisung.
Der Ertrag folgt einer stabilen Faustregel: In Deutschland liefert ein Kilowatt-Peak (kWp) etwa 950 bis 1.050 Kilowattstunden im Jahr – im Süden mehr, im Norden weniger. Eine 10-kWp-Anlage erzeugt also rund 10.000 kWh. Ausrichtung und Neigung verschieben das: Süden mit 30 bis 35 Grad ist optimal, aber eine Ost-West-Anlage liefert zwar in Summe etwa 20 Prozent weniger, dafür verteilt über morgens und abends – und das passt oft besser zum tatsächlichen Verbrauch. Für den Eigenverbrauch kann Ost-West deshalb wirtschaftlicher sein als Süd.
Die entscheidende Größe ist die Eigenverbrauchsquote. Ohne Speicher liegt sie typischerweise bei 25 bis 35 Prozent, weil die Sonne mittags scheint und der Verbrauch abends stattfindet. Ein Batteriespeicher hebt sie auf 60 bis 80 Prozent. Ob sich der Speicher rechnet, ist damit aber nicht gesagt: Er kostet, hält begrenzt viele Zyklen und lohnt sich vor allem bei hohem Abendverbrauch. Wärmepumpe, E-Auto oder eine zeitlich gesteuerte Warmwasserbereitung heben die Quote oft günstiger als jede Batterie.
Bei der Einspeisevergütung zählt der Zeitpunkt der Inbetriebnahme: Der dann geltende Satz ist für 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr garantiert – spätere Absenkungen betreffen deine Anlage nicht mehr. Die Sätze werden regelmäßig angepasst und unterscheiden sich nach Anlagengröße sowie danach, ob du überschüssigen Strom einspeist oder die Volleinspeisung wählst. Den aktuellen Wert nennt die Bundesnetzagentur; trage ihn oben ein, statt dich auf eine Pauschale zu verlassen.
Zwei Punkte werden regelmäßig unterschätzt. Erstens die Degradation: Module verlieren jährlich etwa 0,5 Prozent Leistung, nach 20 Jahren liefern sie noch rund 85 bis 90 Prozent. Zweitens die Verschattung – schon ein einzelner Schornstein oder Baum kann den Ertrag eines ganzen Strangs überproportional drücken, weshalb Optimierer oder Modulwechselrichter je nach Dach sinnvoll sind.
Steuerlich ist vieles einfacher geworden: Für Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern gilt der Nullsteuersatz bei Kauf und Installation, und die Einnahmen sind einkommensteuerfrei. Die Anmeldung im Marktstammdatenregister sowie beim Netzbetreiber bleibt Pflicht. Der Rechner liefert eine Orientierung über die Größenordnung – Dachfläche, Verschattung und dein reales Lastprofil bestimmen das Ergebnis stärker als jede Faustregel.
Eine Südausrichtung mit 30 bis 35 Grad Neigung liefert den höchsten Jahresertrag. Ost-West-Anlagen erreichen etwa 80 bis 85 Prozent davon, verteilen die Erzeugung aber gleichmäßiger über den Tag – mit zwei Spitzen morgens und abends statt einer mittags. Für Haushalte, die tagsüber wenig Strom verbrauchen, erhöht das den Eigenverbrauchsanteil oft stärker, als der geringere Gesamtertrag kostet.