Berechne die Stromkosten eines Geräts oder deines Jahresverbrauchs aus Watt, Nutzung und Preis.
Die jährlichen Stromkosten ergeben sich aus dem Verbrauch, dem Arbeitspreis pro Kilowattstunde und dem monatlichen Grundpreis. Der Rechner kombiniert diese Werte und zeigt, was ein bestimmter Verbrauch kostet.
Stromkosten pro Jahr = Verbrauch (kWh) × Arbeitspreis (€/kWh) + Grundpreis × 12. Der Arbeitspreis deckt die tatsächlich verbrauchte Energie, der Grundpreis die feste Bereitstellung des Anschlusses.
Ein Haushalt mit 3.000 kWh Jahresverbrauch, 35 Cent pro kWh und 12 € Grundpreis: 3.000 × 0,35 + 12 × 12 = 1.050 € + 144 € = 1.194 € pro Jahr, also rund 100 € im Monat.
Als grobe Faustregel liegt der Jahresverbrauch bei etwa 1.500 kWh für einen Ein-Personen-Haushalt und rund 3.000–4.000 kWh für einen Vier-Personen-Haushalt. Große Sparpotenziale bieten ineffiziente Altgeräte, Standby-Verbräuche und ein Anbieterwechsel. Wer heizt oder warmes Wasser mit Strom erzeugt, hat einen deutlich höheren Bedarf – hier lohnt der Blick auf den Gasverbrauch-Rechner als Vergleich.
Einige Geräte dominieren die Stromrechnung: Kühl- und Gefrierschränke laufen rund um die Uhr, Wäschetrockner, Elektroherd und Warmwasserbereitung sind besonders energieintensiv. Auch die Summe vieler kleiner Standby-Verbraucher – Fernseher, Router, Ladegeräte – kann sich über das Jahr auf einen dreistelligen Betrag summieren. Ein Blick auf die Energieeffizienzklasse lohnt sich vor allem bei Dauerläufern.
Die größten Hebel sind ein Anbieterwechsel (der Arbeitspreis unterscheidet sich je nach Tarif deutlich), effiziente Neugeräte statt alter Stromfresser sowie bewusstes Nutzungsverhalten – etwa volle Waschmaschine, niedrigere Temperaturen und das Abschalten ungenutzter Geräte am Netz. Schon der Vergleich Ihres aktuellen Arbeitspreises mit dem Marktdurchschnitt zeigt, ob sich ein Wechsel rechnet.
Versorger ziehen monatlich einen geschätzten Abschlag ein und rechnen einmal jährlich nach dem tatsächlichen Verbrauch ab. Ist der Abschlag zu niedrig angesetzt, droht eine Nachzahlung; ist er zu hoch, gibt es eine Gutschrift. Wer seinen realen Jahresverbrauch kennt, kann den Abschlag anpassen lassen und Überraschungen vermeiden.
Stromtarife bestehen aus zwei Teilen: einem monatlichen Grundpreis und dem Arbeitspreis je Kilowattstunde. Beim Vergleich zählt allein die Summe über den Jahresverbrauch – ein niedriger Arbeitspreis mit hohem Grundpreis lohnt sich erst ab einer bestimmten Verbrauchsmenge. Bei 1.500 Kilowattstunden im Single-Haushalt schlägt ein um zehn Euro höherer Grundpreis mit 120 Euro im Jahr zu Buche, was einem Aufschlag von acht Cent je Kilowattstunde entspricht; bei 4.000 Kilowattstunden sind es nur noch drei Cent. Deshalb sind Tarife mit hohem Grundpreis fast immer auf Haushalte mit großem Verbrauch zugeschnitten, während Wenigverbraucher auf einen niedrigen Grundpreis achten sollten.