Rechne deinen Gasverbrauch von m³ in kWh um und berechne die Kosten – mit Brennwert und Zustandszahl.
Der Gasverbrauch in m³ wird über den Brennwert und die Zustandszahl in kWh umgerechnet und mit dem Arbeitspreis multipliziert.
So wird aus dem Zählerstand die Rechnung in Kilowattstunden.
Der Rechner liefert das Ergebnis sofort und nachvollziehbar – ideal zum schnellen Überschlagen ebenso wie zur genauen Kontrolle. Alle Angaben dienen der Orientierung und ersetzen im Einzelfall keine fachliche Beratung.
Der Gaszähler misst den Verbrauch in Kubikmetern (m³), abgerechnet wird aber in Kilowattstunden (kWh). Die Umrechnung erfolgt über m³ × Brennwert × Zustandszahl. Der Brennwert (meist zwischen 9 und 12 kWh/m³) und die Zustandszahl stehen auf Ihrer Gasrechnung. Ein Kubikmeter Erdgas entspricht damit grob 10 Kilowattstunden.
Die Gaskosten ergeben sich aus Verbrauch (kWh) × Arbeitspreis + Grundpreis. Zur Einordnung: Eine gut gedämmte Wohnung benötigt etwa 100 kWh pro Quadratmeter und Jahr, ein unsanierter Altbau deutlich mehr. Ein Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus kommt oft auf 15.000 bis 20.000 kWh jährlich für Heizung und Warmwasser. Wer den Verbrauch senken möchte, hat die größten Hebel bei Dämmung, Heizungseinstellung und Lüftungsverhalten. Einen Vergleich mit Strom als Energieträger bietet der Stromkosten-Rechner.
Die wirksamsten Hebel zur Senkung des Gasverbrauchs liegen bei der Heizung: Ein hydraulischer Abgleich verteilt die Wärme gleichmäßig, moderne Thermostate vermeiden Überheizen, und schon ein Grad weniger Raumtemperatur spart spürbar Energie. Auch das Dämmen von Rohrleitungen und ungenutzten Räumen wirkt sich aus. Beim Warmwasser lohnt es sich, die Speichertemperatur nicht unnötig hoch einzustellen. Wer seinen Jahresverbrauch kennt, kann zudem Tarife vergleichen: Der Arbeitspreis unterscheidet sich je nach Anbieter deutlich, sodass ein Wechsel oft dreistellige Beträge im Jahr spart.
Der Gaszähler misst Volumen in Kubikmetern, abgerechnet wird aber Energie. Zwischen beidem stehen zwei Faktoren: die Zustandszahl, die Druck und Temperatur am Aufstellort berücksichtigt und meist zwischen 0,9 und 1,0 liegt, sowie der Brennwert des gelieferten Gases in Kilowattstunden je Kubikmeter, üblicherweise zwischen 8,5 und 11,5. Beide Werte stehen auf der Jahresabrechnung und schwanken je nach Netzgebiet und Gasqualität – deshalb ergeben zwei Haushalte mit identischem Zählerstand nicht zwingend dieselbe Kilowattstundenzahl.
Als grobe Orientierung gelten für Heizung und Warmwasser je nach energetischem Zustand des Gebäudes 100 bis 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr; unsanierte Altbauten liegen darüber, Neubauten deutlich darunter. Für den Vergleich mehrerer Jahre muss der Verbrauch witterungsbereinigt werden, weil ein kalter Winter allein 15 Prozent Unterschied ausmachen kann – Energieversorger weisen dafür Gradtagzahlen aus. Steigt der Verbrauch ohne erkennbaren Grund, sind die häufigsten Ursachen ein fehlender hydraulischer Abgleich, eine zu hoch eingestellte Vorlauftemperatur, eine dauerhaft laufende Zirkulationspumpe für Warmwasser und ungedämmte Rohrleitungen im Keller. Diese Punkte lassen sich meist ohne größere Investition beheben.