Bau & Handwerk

U-Wert-Rechner

Wie gut dämmt deine Wand? Baustoff, Dicke und Dämmung eingeben – der Rechner liefert U-Wert, Wärmedurchlasswiderstand und den Verlust pro Quadratmeter und Jahr.

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Ergebnis

U-Wert
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Wärmedurchgangswiderstand R_T—
Wärmestrom bei 20 K Differenz—
Wärmeverlust pro Jahr—
Heizkosten pro m² und Jahr (10 ct/kWh)—
GEG-Anforderung Außenwand (0,24)—
Vereinfachte Berechnung für homogene Schichten nach DIN EN ISO 6946. Wärmebrücken, Befestigungen, Luftschichten und Feuchte bleiben unberücksichtigt; für Förderanträge und Nachweise ist eine Berechnung durch Energieberatung oder Fachplanung erforderlich.

So funktioniert die Berechnung

Der U-Wert – früher k-Wert – gibt an, wie viel Wärme ein Bauteil verliert: Er zählt die Watt, die pro Quadratmeter und pro Kelvin Temperaturunterschied nach außen wandern. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmung. Eine ungedämmte Altbauwand liegt oft bei 1,4 W/(m²·K), eine sanierte Wand nach heutigem Standard bei 0,20 und darunter – der Unterschied entspricht dem Siebenfachen an Wärmeverlust.

Die Formel: erst R, dann U

Berechnet wird der U-Wert über den Umweg des Wärmedurchgangswiderstands. Jede Schicht liefert ihren Beitrag nach R = Dicke ÷ Wärmeleitfähigkeit λ. Dazu kommen zwei feste Übergangswiderstände nach DIN EN ISO 6946: innen 0,13 und außen 0,04 m²·K/W. Die Summe aller Widerstände ist R_T, und daraus folgt U = 1 ÷ R_T. Entscheidend ist die Wärmeleitfähigkeit λ des Materials: Sie beschreibt, wie gut ein Stoff Wärme durchlässt – Stahlbeton liegt bei 2,1, ein Vollziegel bei 0,79, guter Dämmstoff bei 0,035 W/(m·K).

Rechenbeispiel

Eine 36,5 cm starke Bruchsteinwand (λ 0,70) mit 1,5 cm Innenputz: R_T = 0,13 + 0,365/0,70 + 0,015/0,51 + 0,04 = 0,72 m²·K/W, also U = 1,39 W/(m²·K). Mit 14 cm EPS-Dämmung (λ 0,035) kommen 4,00 m²·K/W hinzu: R_T steigt auf 4,72, der U-Wert fällt auf 0,21. Aus rund 117 kWh Verlust je Quadratmeter und Jahr werden etwa 18 kWh – bei 100 m² Fassade und 10 Cent je Kilowattstunde ein Unterschied von rund 990 € pro Heizperiode.

Warum die ersten Zentimeter am meisten bringen

Der Zusammenhang ist nicht linear: Weil der U-Wert der Kehrwert des Widerstands ist, wirken die ersten Dämmzentimeter am stärksten. Von 0 auf 6 cm sinkt der U-Wert im Beispiel von 1,39 auf 0,45 – von 14 auf 20 cm nur noch von 0,21 auf 0,16. Deshalb ist eine dünne Dämmung fast nie sinnvoll, eine extrem dicke aber auch selten wirtschaftlich. Die Praxis pendelt sich bei 14 bis 20 cm ein, weil dort der Übergang zwischen spürbarem Effekt und steigenden Kosten liegt.

Was das Gebäudeenergiegesetz verlangt

Wer eine Außenwand ohnehin saniert, muss nach GEG einen U-Wert von höchstens 0,24 W/(m²·K) erreichen; für Dächer gilt derselbe Wert, für Fenster 1,30 und für Kellerdecken 0,30. Der Rechner zeigt deshalb direkt an, ob dein Aufbau die Anforderung an die Außenwand erfüllt. Für Förderungen und rechtliche Nachweise ist allerdings eine vollständige Berechnung nötig, die auch Wärmebrücken und den Feuchteschutz betrachtet. Wie sich die bessere Dämmung auf die Heizung auswirkt, zeigt der Wärmepumpen-Rechner; die zu dämmende Fläche ermittelt der Dachflächen-Rechner oder – für Innenwände – der Wandflächen-Rechner.

Häufige Fragen

Was ist ein guter U-Wert für eine Außenwand?
Neubauten erreichen heute 0,15 bis 0,20 W/(m²·K). Bei einer Sanierung verlangt das GEG höchstens 0,24. Ungedämmte Altbauwände liegen je nach Baustoff zwischen 1,0 und 1,8 – dort bringt eine Dämmung den größten Sprung.
Was bedeutet λ (Lambda)?
Die Wärmeleitfähigkeit in W/(m·K) beschreibt, wie gut ein Material Wärme leitet. Dämmstoffe liegen bei 0,024 bis 0,045, Ziegel bei 0,4 bis 0,8, Beton bei 2,1. Der Wert steht auf jedem Dämmstoff als Bezeichnung wie „WLG 035“ oder „λD 0,035“.
Zählt der Innenputz wirklich mit?
Ja, aber nur wenig: 1,5 cm Gipsputz liefern rund 0,03 m²·K/W – etwa ein Prozent des Widerstands einer gedämmten Wand. Vernachlässigen sollte man ihn trotzdem nicht, weil sich mehrere dünne Schichten in Summe bemerkbar machen.
Warum bringt doppelte Dämmstärke nicht den halben U-Wert?
Weil der Wärmedurchgangswiderstand addiert wird, der U-Wert aber sein Kehrwert ist. Die ersten Zentimeter senken den Verlust am stärksten; jede weitere Schicht wirkt auf ein bereits deutlich verbessertes Bauteil und bringt entsprechend weniger.
Ersetzt der Rechner einen Energieberater?
Nein. Er rechnet homogene Schichten nach dem Standardverfahren und eignet sich zum Vergleich von Varianten. Wärmebrücken, Feuchteschutz, Befestigungen und der bauliche Bestand erfordern eine fachliche Bewertung – für Förderanträge ist sie ohnehin vorgeschrieben.