Berechne die Dachfläche aus Gebäudemaßen und Dachneigung – für Sattel-, Walm-, Pult- und Flachdach. Grundlage für Dacheindeckung und Photovoltaik.
Bei Sattel-, Pult- und Walmdach mit einheitlicher Neigung ist die Gesamtfläche gleich der Grundfläche geteilt durch den Kosinus der Neigung – für das Walmdach ist das exakt, sofern alle Dachflächen dieselbe Neigung haben. Die Sparrenlänge bezeichnet bei Sattel- und Walmdach den Normalsparren von der Traufe zum First über die halbe Hausbreite, beim Pultdach den über die volle Hausbreite durchlaufenden Sparren (Neigung über die Breite angenommen). Grat- und Kehlsparren des Walmdachs sind länger als der Normalsparren.
Der Rechner ermittelt die Dachfläche aus der überbauten Grundfläche und der Dachneigung. Für Satteldach, Walmdach und Pultdach gilt: Die geneigte Dachfläche entspricht der Grundfläche geteilt durch den Kosinus des Neigungswinkels. Je steiler das Dach, desto größer die tatsächliche Fläche.
Beispiel: Ein Gebäude mit 10 × 8 Metern Grundfläche und 30 Grad Dachneigung hat eine Dachfläche von rund 92 Quadratmetern – deutlich mehr als die 80 Quadratmeter Grundfläche. Der Dachüberstand vergrößert die Fläche zusätzlich und sollte pro Seite berücksichtigt werden.
Das Walmdach hat zwar vier geneigte Flächen statt zwei, bei gleicher Neigung ist die Gesamtfläche jedoch nahezu identisch zum Satteldach, da sie sich aus derselben projizierten Grundfläche ergibt. Das Flachdach entspricht direkt der Grundfläche.
Die berechnete Fläche ist die Grundlage für die Materialmenge bei der Dacheindeckung und für die Auslegung einer Photovoltaikanlage. Für die tatsächlich mit Modulen belegbare Fläche sind Abzüge für Dachfenster, Kamine und Randabstände nötig. Die Berechnung läuft vollständig in deinem Browser.
Die Dachfläche ist wegen der Neigung immer größer als die überbaute Grundfläche. Bei einem Satteldach berechnet man die Fläche einer Dachhälfte aus Sparrenlänge × Gebäudelänge; beide Hälften ergeben die Gesamtfläche. Die Sparrenlänge folgt über den Dachneigungswinkel aus der halben Gebäudebreite und der Firsthöhe (Satz des Pythagoras).
Die Fläche ist die Grundlage für die Zahl der Dachziegel, die Menge an Dämmung oder die Auslegung einer Photovoltaikanlage. Als grobe Orientierung liefert ein Quadratmeter Dachfläche je nach Ausrichtung und Modultyp rund 0,2 kWp installierbare Leistung. Für die Ziegelmenge multiplizieren Sie die Fläche mit dem Bedarf pro Quadratmeter (je nach Modell rund 10 bis 15 Stück). Planen Sie stets einen Verschnitt für Grat, Kehle und Anschlüsse ein. Die passende Solaranlage dimensionieren Sie anschließend mit dem Photovoltaik-Rechner.
Handwerksbetriebe rechnen Dacharbeiten nach den Regeln der VOB Teil C ab, und die weichen von der reinen Geometrie ab. Öffnungen wie Dachfenster oder Gauben werden erst ab einer bestimmten Größe abgezogen – kleine Flächen bleiben in der Abrechnung enthalten, weil der Arbeitsaufwand durch das Anarbeiten eher steigt als sinkt. Umgekehrt werden Anschlüsse an Kamine, Kehlen und Grate häufig als laufende Meter gesondert berechnet. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb prüfen, ob dieselbe Aufmaßregel zugrunde liegt.
Die Dachfläche ist der Ausgangswert für mehrere Positionen, die sich unterschiedlich berechnen. Dachziegel werden über die Stückzahl je Quadratmeter angesetzt, die je nach Modell und Deckbreite zwischen 10 und 16 liegt; die Lattung dagegen ergibt sich aus dem Lattabstand, der wiederum von der Ziegelart und der Dachneigung abhängt. Für die Unterspannbahn kommen Überlappungen von 10 bis 15 Prozent hinzu, für die Dämmung zwischen den Sparren die Sparrenzahl und deren Abstand. Bei einer Photovoltaikanlage ist nicht die gesamte Fläche nutzbar: Randabstände, Verschattung durch Kamine und die notwendigen Wartungswege reduzieren die belegbare Fläche meist um ein Viertel bis ein Drittel.