Berechne die benötigte Menge Wandfarbe für deine Fläche – nach Anzahl der Anstriche und Ergiebigkeit der Farbe.
Die Ergiebigkeit steht auf dem Eimer (meist 6–8 m²/L pro Anstrich). Für kräftige Farbtöne oder saugende Untergründe eher mehr einplanen.
Wie viel Wandfarbe Sie brauchen, hängt von der zu streichenden Fläche, der Ergiebigkeit der Farbe und der Anzahl der Anstriche ab. Der Rechner ermittelt die benötigte Menge, damit Sie weder zu wenig noch unnötig viel kaufen.
Zunächst wird die Wandfläche bestimmt: Raumumfang × Wandhöhe, abzüglich der Flächen von Fenstern und Türen. Der Farbbedarf ergibt sich dann aus: Fläche × Anzahl der Anstriche ÷ Ergiebigkeit (m² pro Liter). Handelsübliche Wandfarben decken je Anstrich etwa 6 bis 8 m² pro Liter.
Ein Raum von 4 × 5 m und 2,50 m Höhe hat einen Umfang von 18 m, also 18 × 2,50 = 45 m² Wandfläche. Nach Abzug von rund 5 m² für Fenster und Tür bleiben 40 m². Bei zwei Anstrichen und 7 m²/l Ergiebigkeit: 40 × 2 ÷ 7 ≈ 11,4 Liter.
Auf saugenden oder stark strukturierten Untergründen (Raufaser) steigt der Verbrauch. Ein kräftiger Farbton auf hellem Grund oder umgekehrt braucht oft einen zusätzlichen Anstrich. Planen Sie eine kleine Reserve für Ausbesserungen ein. Für weitere Renovierungsmengen helfen der Fliesen-Rechner und der Fliesen-Rechner.
Neben der Farbe gehören zu einem sauberen Anstrich weitere Materialien: Abdeckfolie und Kreppband zum Abkleben, eventuell eine Grundierung für stark saugende oder fleckige Untergründe sowie Roller, Pinsel und Abstreifgitter. Frische Wände oder Reparaturstellen sollten vor dem Streichen grundiert werden, damit die Farbe gleichmäßig deckt. Zwischen zwei Anstrichen ist die vom Hersteller angegebene Trocknungszeit einzuhalten – meist einige Stunden –, sonst löst der zweite Anstrich den ersten wieder an. Reste gut verschlossener Wandfarbe halten sich kühl und frostfrei gelagert lange und sind praktisch für spätere Ausbesserungen. So vermeiden Sie Farbunterschiede, die bei einem späteren Nachkauf leicht entstehen.
Farbe lässt sich in der Praxis kaum farbgleich nachkaufen, da schon zwischen zwei Produktionschargen leichte Tonunterschiede auftreten können. Deshalb lohnt es sich, den Bedarf von Anfang an mit einer kleinen Reserve zu berechnen und die gesamte benötigte Menge in einem Kauf zu besorgen. Der Rechner liefert die passende Litermenge für Ihre Fläche und Anstrichzahl. Planen Sie großzügiger, wenn Sie einen kräftigen Farbton oder einen unregelmäßigen Untergrund streichen, und etwas knapper bei einer einfachen Auffrischung in Weiß. So vermeiden Sie sowohl teure Restmengen als auch den ärgerlichen Fall, dass mitten im Projekt die Farbe ausgeht.
Zwei genormte Kennzahlen sagen mehr als jede Werbeaussage. Die Deckkraftklasse reicht von 1 bis 4, wobei Klasse 1 in einem Anstrich deckt – bei billiger Farbe der Klasse 3 sind meist drei Anstriche nötig, was den vermeintlichen Preisvorteil aufhebt. Die Nassabriebklasse beschreibt die Scheuerbeständigkeit: Klasse 1 gilt als scheuerbeständig und eignet sich für Küche und Flur, Klasse 3 als waschbeständig für Wohnräume.