Ein Bar entspricht 14,504 PSI. Wert eingeben, Richtung wählen – dazu gibt es Kilopascal, Atmosphären und eine Einordnung für den Reifendruck.
Beide Einheiten messen Druck, stammen aber aus verschiedenen Traditionen. Das Bar ist metrisch definiert: 1 bar entspricht exakt 100.000 Pascal, also 100 Kilopascal. PSI steht für „pounds per square inch", also Pfund pro Quadratzoll, und entspricht 6.894,757 Pascal. Daraus ergibt sich der Umrechnungsfaktor 1 bar = 14,5038 psi, umgekehrt 1 psi = 0,0689 bar.
Für den Alltag genügt „mal 14,5" – oder noch einfacher: Bar mal 15, dann drei Prozent abziehen. Aus 2,5 bar werden so 37,5 minus gut einen Punkt, also rund 36 psi; exakt sind es 36,26. In die andere Richtung teilt man durch 15 und addiert drei Prozent. Weil an amerikanischen Luftdruckprüfern nur PSI steht, ist genau diese Rechnung der häufigste Anlass für die Umrechnung.
Ein Pkw-Reifen mit den in Deutschland üblichen 2,5 bar entspricht 36,3 psi. Die typischen Werte an amerikanischen Tankstellen – 32, 35 oder 36 psi – sind also 2,2, 2,4 beziehungsweise 2,5 bar. Rennradreifen laufen mit 6 bis 8 bar, das sind 87 bis 116 psi, während Mountainbike-Reifen mit 1,8 bis 2,5 bar deutlich weicher gefahren werden. Ein Fußball wird mit rund 0,8 bar aufgepumpt, also gut 12 psi.
Luftdruckprüfer messen den Überdruck gegenüber der Umgebung, nicht den absoluten Druck. Ein Reifen mit „2,5 bar" enthält physikalisch 3,5 bar absolut, weil der Luftdruck der Atmosphäre von rund 1 bar hinzukommt. In technischen Datenblättern wird das mit „barg" für Überdruck und „bara" für absolut unterschieden; im angloamerikanischen Raum entsprechend mit „psig" und „psia". Wer Angaben aus Datenblättern übernimmt, sollte darauf achten – bei niedrigen Drücken macht der Unterschied prozentual sehr viel aus.
Neben Bar und PSI begegnen im technischen Alltag mehrere weitere Einheiten. Das Pascal ist die SI-Einheit, aber mit einem Newton je Quadratmeter so klein, dass praktisch immer Kilo- oder Megapascal verwendet werden: 1 bar sind 100 kPa oder 0,1 MPa. In der Meteorologie ist das Hektopascal Standard – der Luftdruck auf Meereshöhe beträgt im Mittel 1.013 hPa, was genau einer Atmosphäre entspricht. Die ältere Einheit Millimeter Quecksilbersäule hält sich in der Medizin beim Blutdruck, wo 120 mmHg rund 0,16 bar entsprechen.
Luft dehnt sich bei Wärme aus. Als Faustregel ändert sich der Reifendruck um etwa 0,1 bar je zehn Grad Temperaturunterschied. Ein im Sommer bei 25 Grad auf 2,5 bar eingestellter Reifen hat bei null Grad nur noch rund 2,25 bar – ein Grund, warum die Kontrollleuchte im ersten Kälteeinbruch des Herbstes reihenweise angeht. Gemessen wird deshalb immer am kalten Reifen, vor der Fahrt. Zu niedriger Druck erhöht Rollwiderstand und Verbrauch spürbar, wie sich mit dem Spritkosten-Rechner überschlagen lässt; die passenden Reifenmaße klärt der Kfz-Bereich des Portals.