Umrechner

kW ↔ PS Umrechner

Motorleistung von Kilowatt in PS umrechnen und zurück – 1 PS = 0,7355 kW.

Umrechnung

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So funktioniert die Umrechnung

Kilowatt und Pferdestärke messen dasselbe – Leistung, also Energie pro Zeit –, stammen aber aus verschiedenen Epochen. Das Kilowatt ist die gesetzliche SI-Einheit, die Pferdestärke eine historische Hilfseinheit. Der Umrechnungsfaktor ist exakt festgelegt: 1 PS = 735,49875 Watt = 0,73549875 kW, umgekehrt entspricht 1 kW rund 1,35962 PS.

Woher die krumme Zahl kommt

James Watt suchte im 18. Jahrhundert ein Verkaufsargument für seine Dampfmaschinen und definierte die Leistung eines Pferds über die Arbeit, die es beim Heben von Lasten verrichtet. Die kontinentaleuropäische Variante wurde später auf ein handliches Maß festgelegt: die Kraft, um 75 Kilogramm in einer Sekunde einen Meter hoch zu heben. Aus 75 kg × 9,80665 m/s² × 1 m/s ergeben sich genau jene 735,49875 Watt. Die britische horsepower (hp) fällt mit 745,7 Watt etwas größer aus – ein Grund, warum Leistungsangaben in amerikanischen Tests nicht immer zu deutschen passen.

Rechenbeispiel

Ein Fahrzeug mit 110 kW leistet 110 × 1,35962 = 149,6 PS – im Prospekt steht dann meist gerundet „150 PS“. Umgekehrt sind 90 PS gleich 90 × 0,73549875 = 66,2 kW. Für die grobe Schätzung im Kopf funktioniert: kW mal 1,36, oder noch einfacher kW plus ein Drittel. Bei 110 kW ergibt das 146 – knapp vier PS daneben, für ein Gespräch am Straßenrand genau genug.

Was im Fahrzeugschein steht

Seit 1978 ist in Deutschland allein das Kilowatt amtlich; die Pferdestärke darf nur noch als zusätzliche Angabe genannt werden. Deshalb steht im Fahrzeugschein unter Feld P.2 die Nennleistung in kW, und die PS-Zahl taucht allenfalls in Klammern auf. Für die Kfz-Steuer spielt die Leistung bei Pkw ohnehin keine Rolle – dort zählen Hubraum und CO₂-Ausstoß. Bei Motorrädern und in der Führerscheinklasse A2 dagegen ist die Leistungsgrenze von 35 kW (47,6 PS) direkt maßgeblich.

Nennleistung, Dauerleistung, Spitzenleistung

Gerade bei Elektroautos lohnt der genaue Blick, denn dieselbe Angabe kann verschiedene Dinge meinen. Die Spitzenleistung steht nur für Sekunden bis wenige Minuten zur Verfügung, bevor Akku und Kühlung begrenzen; die Dauernennleistung nach UN-Regelung 85 ist der Wert, den der Antrieb dreißig Minuten halten kann, und sie liegt oft nur bei der Hälfte. In den Papieren steht meist die Dauerleistung, in der Werbung die Spitzenleistung – wer beides vergleicht, wundert sich zu Recht. Bei Verbrennungsmotoren liegt die Nennleistung zudem nur bei einer bestimmten Drehzahl an; für den Antritt im Alltag ist das maximale Drehmoment in Newtonmetern oft aussagekräftiger als die PS-Zahl. Was das Fahrzeug im Unterhalt kostet, zeigen der Kfz-Steuer-Rechner und der Spritkosten-Rechner.

Häufige Fragen

Wie viel PS hat 1 kW?
Ein Kilowatt entspricht rund 1,35962 PS. Für den Alltag genügt der Faktor 1,36 oder die Faustregel „kW plus ein Drittel“. Umgekehrt sind 1 PS knapp 0,735 kW.
Warum ist der Faktor so krumm?
Weil die Pferdestärke über eine physikalische Arbeit definiert wurde: 75 Kilogramm einen Meter pro Sekunde anheben. Mit der Erdbeschleunigung von 9,80665 m/s² ergeben sich daraus exakt 735,49875 Watt.
Ist PS als Einheit noch erlaubt?
Als gesetzliche Einheit nicht mehr – seit 1978 gilt in Deutschland das Kilowatt. Die Pferdestärke darf aber weiterhin als ergänzende Angabe genannt werden, etwa in Prospekten und Anzeigen.
Ist die britische horsepower dasselbe?
Nein. Die imperiale hp entspricht 745,7 Watt und ist damit gut ein Prozent größer als die metrische PS. Bei 300 PS macht das rund vier Einheiten Unterschied – relevant beim Vergleich amerikanischer und europäischer Angaben.
Wo finde ich die Leistung meines Autos?
Im Fahrzeugschein unter Feld P.2, angegeben in Kilowatt. Bei Elektrofahrzeugen steht dort meist die Dauernennleistung, während Hersteller in der Werbung die höhere Spitzenleistung nennen.