Berechne deinen voraussichtlichen Eisprung und deine fruchtbaren Tage aus dem ersten Tag der letzten Periode und deiner Zykluslänge.
Die Berechnung ist eine statistische Schätzung nach der Kalendermethode und keine zuverlässige Verhütung.
Nicht zur Verhütung geeignet: Die Kalendermethode ist eine statistische Schätzung. Der tatsächliche Eisprung schwankt und verschiebt sich durch Stress, Krankheit oder Reisen.
Der Rechner nutzt die Kalendermethode nach Knaus-Ogino. Ihre Grundlage ist eine physiologische Konstante: Die zweite Zyklushälfte – die Lutealphase zwischen Eisprung und nächster Blutung – dauert bei den meisten Frauen relativ stabil etwa 14 Tage. Variabel ist dagegen die erste Hälfte. Deshalb wird der Eisprung nicht vom Zyklusbeginn aus vorwärts, sondern vom erwarteten Beginn der nächsten Periode aus rückwärts geschätzt: Zykluslänge minus 14 Tage.
Das fruchtbare Fenster umfasst die fünf Tage vor dem Eisprung sowie den Eisprungtag selbst. Diese Spanne ergibt sich aus zwei Überlebenszeiten: Spermien bleiben im günstigen Zervixschleim bis zu fünf Tage befruchtungsfähig, die Eizelle dagegen nur etwa 12 bis 24 Stunden nach dem Eisprung. Verkehr vor dem Eisprung führt deshalb häufiger zur Schwangerschaft als Verkehr danach – wer den Eisprung abwartet, ist meist schon zu spät.
Diese Methode taugt nicht zur Verhütung. Sie ist eine statistische Schätzung aus Durchschnittswerten, keine Messung. Der tatsächliche Eisprung schwankt von Zyklus zu Zyklus – auch bei sonst regelmäßigen Frauen – und wird von Stress, Krankheit, Reisen, Schlafmangel oder Gewichtsveränderungen verschoben. Der Pearl-Index der reinen Kalendermethode liegt je nach Untersuchung zwischen etwa 9 und 40, das heißt: Von 100 Frauen, die ein Jahr lang allein so verhüten, werden 9 bis 40 schwanger. Zur Verhütung sind Kalenderrechner ungeeignet.
Bei Kinderwunsch ist die Kalenderschätzung dagegen ein sinnvoller Startpunkt – zuverlässiger wird die Eingrenzung, wenn du zusätzlich Körperzeichen beobachtest. Die Basaltemperatur steigt nach dem Eisprung um etwa 0,2 bis 0,5 Grad und bestätigt ihn nachträglich. Der Zervixschleim wird um den Eisprung klar, spinnbar und flüssiger – dieses Zeichen kündigt ihn im Voraus an. LH-Tests aus der Apotheke zeigen den Anstieg des luteinisierenden Hormons etwa 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung an. Die Kombination aus Temperatur und Schleim ist als symptothermale Methode deutlich präziser als der Kalender allein.
Bei unregelmäßigen Zyklen verliert die Rechnung an Aussagekraft: Je stärker die Zykluslänge schwankt, desto breiter wird das tatsächlich fruchtbare Fenster und desto weniger sagt ein einzelner errechneter Termin. Sinnvoll ist dann, über mehrere Monate den kürzesten und längsten Zyklus zu notieren und die Spanne insgesamt zu betrachten.
Ein Hinweis zur Einordnung, weil er in der Kinderwunschzeit oft zu spät kommt: Als medizinisch üblicher Anlass für eine Abklärung gilt ausbleibende Schwangerschaft nach etwa zwölf Monaten regelmäßigem, ungeschütztem Verkehr – ab einem Alter von 35 Jahren bereits nach sechs Monaten. Auch dauerhaft sehr kurze Zyklen unter 21 Tagen, sehr lange über 35 Tage oder plötzlich stark veränderte Zyklen gehören ärztlich abgeklärt. Dieser Rechner ist eine Orientierungshilfe und ersetzt keine ärztliche Beratung.