Berechne das Endkapital deines ETF-Sparplans aus Startkapital, monatlicher Rate, Rendite und Laufzeit.
Zeit schlägt Rate: Bei 200 €/Monat und 7 % bringen 30 Jahre rund 245.000 € – 20 Jahre nur etwa 104.000 €. Modellrechnung, keine Anlageberatung.
Ein ETF-Sparplan lebt vom Zinseszins: Erträge werden wieder angelegt und erzeugen selbst Erträge. Der Effekt wirkt exponentiell und braucht vor allem eines – Zeit. Wer 200 Euro monatlich über 30 Jahre bei 7 Prozent anlegt, zahlt 72.000 Euro ein und kommt auf rund 245.000 Euro. Über 20 Jahre wären es bei 48.000 Euro Einzahlung nur etwa 104.000 Euro. Die letzten zehn Jahre bringen also mehr als die ersten zwanzig zusammen.
Die Rendite ist eine Annahme, keine Zusage. Breit gestreute Aktien-ETFs auf Indizes wie den MSCI World haben langfristig etwa 6 bis 8 Prozent im Jahresschnitt geliefert – das ist historisch, nicht garantiert, und es ist ein Durchschnitt über Jahrzehnte mit Einbrüchen von 30 bis 50 Prozent dazwischen. Wer das Geld in fünf Jahren braucht, gehört nicht in Aktien-ETFs. Als Faustregel gelten mindestens zehn, besser fünfzehn Jahre Anlagehorizont.
Zwei Kosten fressen still an der Rendite. Die TER (laufende Kosten) liegt bei breiten ETFs meist zwischen 0,1 und 0,3 Prozent – klingt wenig, macht über 30 Jahre aber schnell einen fünfstelligen Unterschied. Dazu kommen Sparplangebühren des Brokers; viele Anbieter führen breite ETFs kostenlos. Bei der Ertragsverwendung sind thesaurierende ETFs für den Vermögensaufbau meist praktischer, weil sie automatisch reinvestieren.
Steuerlich gilt die Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Zwei Entlastungen mindern das: Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 bei Zusammenveranlagung) bleibt über einen Freistellungsauftrag steuerfrei. Und bei Aktien-ETFs sind dank Teilfreistellung 30 Prozent der Erträge ohnehin steuerfrei – der effektive Steuersatz sinkt damit auf rund 18,5 Prozent. Thesaurierende Fonds werden über die Vorabpauschale laufend besteuert, nicht erst beim Verkauf.
Das Ergebnis dieses Rechners ist eine Modellrechnung mit konstanter Rendite – die Realität schwankt, und die Reihenfolge der Renditen kann das Endergebnis spürbar verändern. Nicht abgebildet sind Steuern während der Laufzeit, Inflation, Ausschüttungen und Gebühren. Kaufkraft ist ein eigenes Thema: 245.000 Euro in 30 Jahren entsprechen bei 2 Prozent Inflation heute etwa 135.000 Euro. Dies ist keine Anlageberatung.
Die laufenden Kosten eines ETF, ausgewiesen als Gesamtkostenquote, wirken direkt gegen die Rendite. Der Unterschied zwischen 0,10 und 0,50 Prozent klingt klein, summiert sich über dreißig Jahre aber erheblich: Bei 300 Euro monatlich und sieben Prozent Bruttorendite kostet die teurere Variante am Ende rund 30.000 Euro. Hinzu kommen Ordergebühren, die bei kleinen Sparraten prozentual stark ins Gewicht fallen – ein Euro Gebühr auf 50 Euro Sparrate ist bereits ein Renditeverlust von zwei Prozent im ersten Jahr. Viele Broker bieten Sparpläne auf ausgewählte ETFs kostenfrei an; ein Vergleich lohnt sich vor allem bei kleinen Beträgen.