Berechne, wie lange du für ein Sparziel brauchst – aus Startkapital, Sparrate und Zins.
Zeit schlägt Rate: Für 50.000 € bei 4 % brauchst du über 10 Jahre 340 €/Monat – über 20 Jahre nur 136 €. Aufschieben kostet überproportional.
Der Sparziel-Rechner dreht die Sparplan-Frage um: Nicht „was wird daraus?“, sondern „was muss ich monatlich zurücklegen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen?“. Drei Größen bestimmen die Rate – Zielbetrag, Zeitraum und Rendite –, und von diesen ist der Zeitraum der mit Abstand mächtigste.
Ein Beispiel zeigt, warum. Für 50.000 Euro brauchst du bei 4 Prozent Rendite über 10 Jahre rund 340 Euro monatlich, über 20 Jahre nur noch etwa 136 Euro. Doppelte Zeit heißt also nicht halbe Rate, sondern deutlich weniger – weil der Zinseszins den Unterschied trägt. Wer den Beginn um fünf Jahre schiebt, zahlt das mit einer überproportional höheren Rate.
Die anzunehmende Rendite hängt am Zeitraum, und hier liegt der häufigste Planungsfehler. Für kurze Ziele bis etwa fünf Jahre – Auto, Küche, Notgroschen – gehören Schwankungen nicht ins Spiel: Tages- oder Festgeld sind die richtige Wahl, auch wenn die Rendite mager ist. Wer sein Ziel in drei Jahren braucht und in Aktien spart, riskiert, ausgerechnet im Tief verkaufen zu müssen. Erst ab zehn, besser fünfzehn Jahren ist eine höhere Renditeannahme vertretbar.
Zwei Größen fehlen in der reinen Rechnung. Die Inflation: 50.000 Euro in 20 Jahren entsprechen bei 2 Prozent nur rund 33.600 Euro heutiger Kaufkraft – wer real 50.000 Euro braucht, muss entsprechend mehr ansetzen. Und die Steuer: Auf Erträge oberhalb des Sparerpauschbetrags fällt Abgeltungsteuer an, was die effektive Rendite senkt.
Praktisch bewährt sich die Reihenfolge: erst ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Tagesgeld, dann teure Schulden tilgen – eine Dispotilgung mit 11 Prozent ist eine garantierte Rendite, die kein Investment bietet –, und erst danach langfristig anlegen. Ein Dauerauftrag zum Monatsanfang wirkt zuverlässiger als der Vorsatz, am Monatsende zu sparen, was übrig bleibt.
Der Rechner nutzt eine konstante Rendite. Nicht abgebildet sind Schwankungen, Steuern, Inflation und Dynamisierung der Rate. Dies ist keine Anlageberatung.
Um ein Sparziel zu erreichen, sind drei Größen entscheidend: der Zielbetrag, der Zeitraum und der Zinssatz. Aus ihnen ergibt sich die nötige monatliche Sparrate. Dank Zinseszins muss man weniger einzahlen, als der Zielbetrag vermuten lässt – je länger der Zeitraum, desto stärker hilft die Verzinsung.
Wer regelmäßig einen festen Betrag per Dauerauftrag spart, kommt am zuverlässigsten ans Ziel. Für kurzfristige Ziele eignen sich sichere, verfügbare Anlagen wie Tages- oder Festgeld, für langfristige Ziele mit Renditechance breit gestreute Wertpapiere. Ein Notgroschen von einigen Monatsausgaben sollte dabei stets separat verfügbar bleiben. Den langfristigen Effekt zeigt der Zinseszins-Rechner.