Sparen, Rente & Geldanlage

Zinseszins- & Sparplan-Rechner

Was wird aus deinem Sparplan? Berechne das Endkapital aus Startkapital, monatlicher Rate, Rendite und Laufzeit – mit Dynamik, Kaufkraft und geschätzter Steuer.

Deine Angaben

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Jahre
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Ergebnis

Endkapital nach 20 Jahren
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Eingezahlt Zinsen/Rendite
Eingezahlt gesamt—
Kursgewinn / Zinsen—
Endkapital (brutto)—
Faktor (Endkapital / Einzahlung)
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Rendite-Anteil am Endkapital
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Der Effekt kommt am Ende: Bei 5 % bringen die ersten 10 Jahre 6.289 €, die dritten 10 Jahre 16.686 € – gleicher Einsatz. Zeit lässt sich nicht nachkaufen.

Entwicklung über die Zeit

Eingezahlt Zinsgewinn Kapital gesamt
Jahr Eingezahlt Wert (brutto) davon Rendite
Beispielrechnung mit konstanter Rendite und monatlicher Einzahlung (effektiv p. a., Zinseszins). Reale Kurse schwanken – das Endkapital ist nicht garantiert (Kapitalmarktrisiko).

Stand: Juli 2026 · Werte und Rechtslage für 2026 geprüft.

So funktioniert die Berechnung

Zinseszins entsteht, wenn Zinsen nicht ausgezahlt, sondern mitangelegt werden – sie erzeugen dann selbst wieder Zinsen. Aus linearem Wachstum wird exponentielles. Die Formel dahinter ist kurz: Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz)^Jahre. Der Exponent ist der ganze Unterschied.

Was das praktisch bedeutet, unterschätzen die meisten. 10.000 Euro bei 5 Prozent werden in 10 Jahren zu 16.289 Euro, in 20 Jahren zu 26.533 Euro und in 30 Jahren zu 43.219 Euro. Die zweiten zehn Jahre bringen also 10.244 Euro, die dritten schon 16.686 Euro – bei identischem Einsatz. Ohne Zinseszins wären es nach 30 Jahren nur 25.000 Euro. Der Effekt wächst am Ende, nicht am Anfang: Deshalb kostet Aufschieben so viel, und deshalb ist Zeit der Faktor, der sich nicht nachkaufen lässt.

Zur schnellen Einordnung dient die 72er-Regel: 72 geteilt durch den Zinssatz ergibt näherungsweise die Verdopplungszeit. Bei 6 Prozent dauert es rund 12 Jahre, bei 3 Prozent etwa 24, bei 8 Prozent nur 9. Die Regel ist eine Näherung, aber für Kopfrechnen und Plausibilitätsprüfungen erstaunlich genau.

Zwei Größen schmälern das Ergebnis, die in der reinen Zinseszinsrechnung fehlen. Erstens die Steuer: Kapitalerträge unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Soli, sofern der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist – aus 5 Prozent Rendite werden dann effektiv rund 3,7 Prozent, und über 30 Jahre kostet das erheblich. Zweitens die Inflation: Bei 2 Prozent Geldentwertung entsprechen 43.219 Euro in 30 Jahren einer heutigen Kaufkraft von etwa 23.900 Euro. Nominal verdreifacht, real kaum verdoppelt.

Der Zinseszins wirkt in beide Richtungen. Bei Schulden arbeitet derselbe Mechanismus gegen dich – besonders bei Dispo- oder Kreditkartenzinsen im zweistelligen Bereich, wo nicht getilgte Zinsen sofort wieder verzinst werden. Eine Schuldentilgung mit 10 Prozent Zins ist rechnerisch eine sichere Rendite von 10 Prozent, die kein Investment garantiert.

Der Rechner nutzt einen konstanten Zinssatz und jährliche Verzinsung. Nicht abgebildet sind unterjährige Zinsgutschriften, schwankende Renditen, Steuern während der Laufzeit und Gebühren. Für Sparpläne mit regelmäßigen Einzahlungen ist der Sparplan-Rechner die passende Wahl. Dies ist keine Anlageberatung.

Die 72er-Regel für den Kopfrechner

Wie lange dauert es, bis sich Kapital verdoppelt? Eine überraschend genaue Antwort liefert die 72er-Regel: Man teilt 72 durch den Zinssatz in Prozent. Bei 6 Prozent sind das 12 Jahre, bei 8 Prozent 9 Jahre, bei 3 Prozent 24 Jahre. Der exakte Wert liegt bei 6 Prozent bei 11,9 Jahren – die Näherung ist im Bereich zwischen 4 und 12 Prozent also sehr brauchbar. Umgekehrt funktioniert sie ebenso: Wer weiß, dass sich ein Betrag in 15 Jahren verdoppelt hat, kommt auf rund 4,8 Prozent Rendite pro Jahr. Für Inflation gilt dieselbe Logik mit umgekehrtem Vorzeichen – bei 3 Prozent Geldentwertung halbiert sich die Kaufkraft in 24 Jahren.

Häufige Fragen

Was ist der Zinseszinseffekt?
Zinsen werden nicht ausgezahlt, sondern mitangelegt und erzeugen selbst Zinsen. Dadurch wächst das Kapital exponentiell statt linear – der Effekt beschleunigt sich mit jedem Jahr.
Wie lautet die Zinseszinsformel?
Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz)^Jahre. Bei 10.000 Euro, 5 Prozent und 30 Jahren also 10.000 × 1,05^30 = 43.219 Euro.
Was ist die 72er-Regel?
Eine Faustformel für die Verdopplungszeit: 72 geteilt durch den Zinssatz. Bei 6 Prozent dauert es rund 12 Jahre, bei 3 Prozent etwa 24. Für Überschlagsrechnungen erstaunlich genau.
Warum wächst mein Geld am Anfang so langsam?
Weil der Zinseszins auf das bereits Angesparte wirkt. Bei 5 Prozent bringen die ersten zehn Jahre 6.289 Euro, die dritten zehn schon 16.686 Euro – bei identischem Einsatz. Deshalb ist ein früher Start wertvoller als eine höhere Rate.
Mindert die Inflation den Zinseszins?
Ja, real erheblich. Bei 2 Prozent Inflation entsprechen 43.219 Euro in 30 Jahren nur etwa 23.900 Euro heutiger Kaufkraft. Für den realen Zuwachs zählt die Rendite abzüglich Inflation.
Gilt der Zinseszins auch für Schulden?
Ja, und dort gegen dich – besonders bei Dispo- oder Kreditkartenzinsen. Eine Tilgung mit 10 Prozent Zins entspricht rechnerisch einer garantierten Rendite von 10 Prozent.
Die Steuerschätzung versteuert vereinfacht den Gesamtgewinn am Ende mit 26,375 % (Abgeltungssteuer + Soli), abzüglich 30 % Teilfreistellung bei Aktien-ETF und einmal dem Sparerpauschbetrag. Die jährliche Vorabpauschale und der jährliche Pauschbetrag werden nicht modelliert – die reale Steuer fällt meist etwas niedriger aus. Keine Anlage- oder Steuerberatung. Ohne Gewähr.

Der Zinseszinseffekt

Beim Zinseszins werden Erträge wieder angelegt und werfen selbst Erträge ab. Anfangs wächst das Kapital fast nur durch die Einzahlungen – nach 15, 20 oder 30 Jahren stammt der größte Teil aus dem Wachstum. Deshalb ist die Zeit der wichtigste Hebel: Wer früh anfängt, profitiert überproportional.

Sparplan-Dynamik

Mit der Dynamik erhöhst du deine Sparrate jedes Jahr um einen festen Prozentsatz – etwa um Gehaltssteigerungen oder die Inflation auszugleichen. Schon 2–3 % Dynamik heben das Endkapital über lange Laufzeiten spürbar.

Steuern auf ETF-Gewinne

Kursgewinne und Ausschüttungen unterliegen der Abgeltungssteuer (25 % + Soli ≈ 26,4 %). Bei Aktien-ETF sind 30 % der Erträge steuerfrei (Teilfreistellung), und der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleibt unversteuert. Während der Ansparphase greift die Vorabpauschale.

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