Sparen, Rente & Geldanlage

Altersvorsorgedepot-Rechner

Wie viel legt der Staat drauf – und was wird über die Jahre daraus? Berechne Grund- und Kinderzulage, die Günstigerprüfung und das Endkapital deines geförderten ETF-Depots.

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€/Mon.

So funktioniert die Berechnung

Das Altersvorsorgedepot ist die neue staatlich geförderte private Altersvorsorge, die ab dem 1. Januar 2027 die Riester-Rente ablöst. Anders als beim klassischen Riester-Sparen wird das Geld direkt in Fonds und ETFs angelegt. Der Rechner zeigt, wie sich Beiträge, staatliche Zulage und Rendite über die Jahre zu einem Vermögen entwickeln.

Die staatliche Förderung

Gefördert werden die Beiträge über eine prozentuale Zulage: 50 Prozent auf die ersten 360 Euro Jahresbeitrag und 25 Prozent auf weitere Beiträge bis 1.800 Euro. Die maximale Grundzulage beträgt damit 540 Euro pro Jahr. Wer den geförderten Höchstbetrag ausschöpft, erhält also rund 30 Prozent seiner Einzahlung als Zuschuss obendrauf.

Rechenbeispiel

Bei 1.800 Euro Jahresbeitrag ergibt sich: 50 % auf 360 € = 180 € plus 25 % auf die restlichen 1.440 € = 360 €. Zusammen 540 Euro Zulage – zusätzlich fließen alle Beträge in Fonds oder ETFs und können über Jahrzehnte Rendite erwirtschaften. Genau diesen Zinseszinseffekt bildet der Rechner ab.

Wichtige Faktoren

  • Anlage ohne Garantiepflicht: Das Depot setzt auf Fonds/ETFs und bietet dadurch höhere Renditechancen – bei Kapitalmarktrisiko. Garantievarianten (80 % oder 100 %) sind wählbar.
  • Auszahlung: Zur Wahl stehen eine lebenslange Rente oder ein Auszahlplan (Zeitrente) ab dem Rentenbeginn.
  • Bestehende Riester-Verträge: Sie genießen Bestandsschutz und laufen weiter; ein Wechsel ins neue Modell ist möglich. Ab 2027 sind keine neuen Riester-Abschlüsse mehr vorgesehen.
  • Kosten: Die Reform zielt auf einfachere, günstigere Produkte ab.

Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Anlage- oder Steuerberatung. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen gesetzlichen Werte.

Steuerliche Behandlung in der Auszahlphase

Geförderte Altersvorsorgeprodukte werden nachgelagert besteuert: Beiträge bleiben in der Ansparphase unbelastet, dafür ist die spätere Rente in voller Höhe mit dem persönlichen Steuersatz steuerpflichtig. Das lohnt sich, wenn der Steuersatz im Ruhestand niedriger ausfällt als im Erwerbsleben – bei den meisten Haushalten ist das der Fall, aber eben nicht bei allen. Wer im Alter hohe Miet- oder Kapitaleinkünfte hat, kann in eine ähnliche Progression rutschen wie zuvor.

Kosten, Flexibilität und die Frage der Verrentung

Bei Vorsorgeprodukten entscheidet die Kostenquote über den Erfolg stärker als die Fondsauswahl. Abschluss- und Vertriebskosten werden häufig auf die ersten fünf Jahre verteilt und mindern in dieser Zeit den Kapitalaufbau spürbar; hinzu kommen laufende Verwaltungskosten und die Kosten der enthaltenen Fonds. Ein Vergleich lohnt deshalb nicht nur über die erwartete Rendite, sondern über die Effektivkosten, die im Produktinformationsblatt ausgewiesen sind. Zu bedenken ist außerdem die eingeschränkte Verfügbarkeit: Das Kapital ist bis zum Rentenbeginn gebunden, eine vorzeitige Kündigung führt zur Rückforderung der Förderung. Wer Flexibilität höher gewichtet als die Zulagen, fährt mit einem ungeförderten Depot ohne Bindung mitunter besser – die Entscheidung hängt an Einkommen, Kinderzahl und geplantem Renteneintritt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Förderung im Altersvorsorgedepot?
Die Grundzulage beträgt 50 Prozent auf Eigenbeiträge bis 360 Euro und 25 Prozent auf Beiträge von 360 bis 1.800 Euro pro Jahr – maximal 540 Euro. Pro Kind kommen bis zu 300 Euro Kinderzulage hinzu (100 Prozent auf den Eigenbeitrag bis 300 Euro).
Ab wann gibt es das Altersvorsorgedepot?
Das Altersvorsorgereformgesetz wurde im Mai 2026 verabschiedet. Die geförderten Produkte stehen ab dem 1. Januar 2027 zur Verfügung und können in ETFs und Fonds investieren.
Was ist die Günstigerprüfung?
Eigenbeiträge plus Zulagen sind als Sonderausgaben absetzbar. Das Finanzamt prüft automatisch, ob der Steuervorteil höher ist als die Zulage, und erstattet die Differenz. Besonders bei hohem Grenzsteuersatz lohnt sich das.
Was ist ein Altersvorsorgedepot?
Ein gefördertes Wertpapierdepot für die private Rente, geplant ab 2027 als Riester-Nachfolger.
Welche Rendite ist realistisch?
Langfristig werden für breite Aktien-ETFs oft 5–7 % pro Jahr angesetzt – ohne Garantie.
Was ist das Altersvorsorgedepot?
Ein neues, staatlich gefördertes Depot für die private Altersvorsorge, das ab 2027 die Riester-Rente ersetzt. Die Beiträge werden direkt in Fonds und ETFs investiert.
Wie hoch ist die staatliche Förderung?
Die Zulage beträgt 50 Prozent auf die ersten 360 Euro und 25 Prozent auf weitere Beiträge bis 1.800 Euro pro Jahr – maximal 540 Euro Grundzulage jährlich.
Was passiert mit meinem bestehenden Riester-Vertrag?
Bestehende Verträge genießen Bestandsschutz und laufen weiter. Sie können freiwillig ins neue Modell wechseln; neue Riester-Verträge sind ab 2027 nicht mehr vorgesehen.
Gefördert werden bis 1.800 €/Jahr (150 €/Monat). Mehr ist möglich, aber ohne Zulage.
Kind(er)
€
Jahre
%

Förderung pro Jahr

Staatliche Förderung jährlich
—
Grundzulage—
Kinderzulage—
Summe Zulagen—
+ zusätzl. Steuererstattung—
= Förderung gesamt / Jahr—
Förderquote
—
Günstiger
—

ETF-Hochrechnung

Voraussichtliches Endkapital nach 30 Jahren
—
Eigenbeiträge Zulagen Rendite
Beispielrechnung mit konstanter Rendite und gleichbleibenden Beiträgen – die echte Wertentwicklung schwankt (Kapitalmarktrisiko). Die Steuererstattung ist nicht ins Depot eingerechnet. Kinderzulagen enden, sobald kein Kindergeldanspruch mehr besteht – hier vereinfacht über die ganze Laufzeit angesetzt.

Entwicklung über die Zeit

Eigenbeiträge Zulagen + Rendite Depotwert

Stand: Juli 2026 · Werte und Rechtslage für 2026 geprüft.

Stand der Förderlogik: Altersvorsorgereformgesetz (Bundestag 27.03.2026, Bundesrat 08.05.2026), Produkte ab 01.01.2027. In der Auszahlungsphase werden die Leistungen nachgelagert besteuert. Keine Anlage- oder Steuerberatung. Ohne Gewähr.

So funktioniert die neue Förderung

Ab dem 1. Januar 2027 ersetzt das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente. Erstmals lässt sich damit staatlich gefördert in ETFs und Fonds sparen – ohne die alte 100-%-Beitragsgarantie, dafür mit höheren Renditechancen und dem Wertschwankungsrisiko.

Grundzulage (bis 540 €)

  • 50 % auf die ersten 360 € Eigenbeitrag im Jahr (max. 180 €).
  • 25 % auf weitere Beiträge bis 1.800 € (max. 360 €).
  • Die volle Grundzulage von 540 € gibt es ab 1.800 € Eigenbeitrag (150 €/Monat).

Kinderzulage (300 € pro Kind)

Pro kindergeldberechtigtem Kind gibt es zusätzlich 100 % auf den Eigenbeitrag bis 300 € – die volle Kinderzulage von 300 € ist also schon ab 25 € Eigenbeitrag im Monat erreicht. Bei mehreren Kindern und kleinen Beiträgen entstehen Förderquoten von weit über 100 %.

Günstigerprüfung

Eigenbeiträge plus Zulagen sind als Sonderausgaben absetzbar. Das Finanzamt prüft automatisch, ob die Steuerersparnis größer ist als die Zulage, und erstattet die Differenz. Bei hohem Grenzsteuersatz ist dieser Weg oft der größere Hebel.

Frühstart-Rente (geplant)

Parallel ist die Frühstart-Rente geplant: 10 € pro Monat, die der Staat für jedes Kind von 6 bis 18 in ein Depot einzahlt. Das ist bislang aber nur per Eckpunktepapier beschlossen – das Gesetz soll 2026 folgen. Ein eigener Rechner dafür kommt, sobald die Details rechtsverbindlich sind.

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