Sparen, Rente & Geldanlage

Entnahmeplan-Rechner

Wie lange reicht dein Vermögen – oder wie viel kannst du dauerhaft entnehmen? Das Gegenstück zum Sparplan.

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Ergebnis

Das Kapital reicht
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Entnahme gesamt—
Erträge gesamt—
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Entnahmequote (Jahr 1)
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Kapitalerhalt möglich bei
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Renditereihenfolge schlägt Durchschnitt: Schlechte Jahre zu Beginn wirken dauerhaft. Ein Puffer von 2–3 Jahresentnahmen auf Tagesgeld verhindert Verkäufe zu Tiefstkursen.

Kapitalverlauf

Restkapital vorhandenes Kapital

Stand: Juli 2026 · Modellrechnung mit konstanter Rendite.

So funktioniert die Berechnung

Ein Entnahmeplan dreht den Sparplan um: Statt einzuzahlen, entnimmst du regelmäßig – und die Frage ist, wie lange das Kapital reicht. Zwei Größen bestimmen das Ergebnis: die Rendite des verbleibenden Vermögens und die Höhe der Entnahme. Solange die Entnahme unter dem Ertrag bleibt, wächst das Kapital trotz Auszahlung; darüber schmilzt es, und zwar beschleunigt.

Bekannt geworden ist die 4-Prozent-Regel aus der amerikanischen Trinity-Studie: Wer jährlich 4 Prozent des Startkapitals entnimmt und den Betrag an die Inflation anpasst, kam historisch über 30 Jahre in den meisten Fällen aus. Für 2.000 Euro monatlich bräuchte man danach rund 600.000 Euro. Die Regel ist ein nützlicher Anker – aber sie stammt aus einem anderen Markt, einer anderen Steuerwelt und einer Phase mit sehr auskömmlichen Anleiherenditen. In Europa und bei längeren Zeiträumen gelten 3 bis 3,5 Prozent als vorsichtiger.

Das eigentliche Risiko heißt Renditereihenfolge und wird von jeder Durchschnittsrechnung verdeckt. Kommen die schlechten Jahre am Anfang, entnimmst du aus einem geschrumpften Depot – die verkauften Anteile fehlen dauerhaft, auch wenn der Markt sich später erholt. Zwei Depots mit identischer Durchschnittsrendite können deshalb völlig verschieden enden, nur weil die Reihenfolge der Jahre eine andere war. Wer im Sparplan Schwankungen aussitzen konnte, kann das im Entnahmeplan nicht mehr.

Daraus folgt die übliche Gegenmaßnahme: ein Liquiditätspuffer von zwei bis drei Jahresentnahmen auf dem Tagesgeld. In Schwächephasen entnimmst du daraus statt aus dem Depot und verkaufst nicht zu Tiefstkursen. Ebenso wirksam sind flexible Entnahmen – in schlechten Jahren weniger zu entnehmen, verlängert die Reichweite überproportional.

Steuerlich fällt bei jeder Entnahme aus einem Depot Abgeltungsteuer auf den Gewinnanteil an, nicht auf die gesamte Auszahlung – der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro deckt einen Teil ab. Und die Inflation läuft weiter: 2.000 Euro Entnahme haben nach 20 Jahren bei 2 Prozent nur noch die Kaufkraft von rund 1.345 Euro. Eine Entnahme ohne Inflationsanpassung sinkt real Jahr für Jahr.

Der Rechner arbeitet mit konstanter Rendite und konstanter Entnahme. Nicht abgebildet sind Renditereihenfolge, Steuern während der Laufzeit, Inflationsanpassung und Schwankungen. Für die Kapitalbildung davor ist der ETF-Sparplan-Rechner die passende Ergänzung. Dies ist keine Anlageberatung.

Warum die Reihenfolge der Renditen im Alter zählt

In der Ansparphase ist es gleichgültig, ob gute Jahre am Anfang oder am Ende liegen – das Endergebnis bleibt bei gleicher Durchschnittsrendite identisch. In der Entnahmephase dreht sich das um. Wer gleich zu Beginn mehrere schwache Jahre erlebt und trotzdem Geld entnimmt, verkauft Anteile zu niedrigen Kursen und verringert dadurch dauerhaft die Basis, auf der sich das Depot erholen könnte. Dieses Sequenzrisiko ist der Hauptgrund, warum starre Entnahmeregeln in Krisenphasen scheitern. Übliche Gegenmittel sind ein Liquiditätspuffer von zwei bis drei Jahresentnahmen in schwankungsarmen Anlagen, eine flexible Anpassung der Entnahme in schlechten Jahren oder ein von vornherein niedrigerer Entnahmesatz.

Häufige Fragen

Was ist die 4-Prozent-Regel?
Eine Faustformel aus der Trinity-Studie: 4 Prozent des Startkapitals jährlich entnehmen, an die Inflation angepasst, reichte historisch über 30 Jahre meist aus. Für 2.000 Euro monatlich wären das rund 600.000 Euro Kapital.
Ist die 4-Prozent-Regel auf Deutschland übertragbar?
Nur eingeschränkt. Sie stammt aus dem US-Markt einer anderen Zins- und Steuerwelt. Für längere Zeiträume und europäische Verhältnisse gelten 3 bis 3,5 Prozent als vorsichtiger.
Was ist das Renditereihenfolge-Risiko?
Schlechte Jahre zu Beginn der Entnahme wirken dauerhaft, weil verkaufte Anteile bei der Erholung fehlen. Zwei Depots mit gleicher Durchschnittsrendite können deshalb völlig verschieden enden.
Wie schütze ich mich davor?
Mit einem Liquiditätspuffer von zwei bis drei Jahresentnahmen auf dem Tagesgeld – in Schwächephasen entnimmst du daraus statt aus dem Depot. Auch flexible Entnahmen verlängern die Reichweite deutlich.
Wie werden Entnahmen versteuert?
Abgeltungsteuer fällt nur auf den Gewinnanteil der Entnahme an, nicht auf die gesamte Auszahlung. Der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro deckt einen Teil ab.
Muss ich die Entnahme an die Inflation anpassen?
Sonst sinkt sie real. 2.000 Euro haben nach 20 Jahren bei 2 Prozent Inflation nur noch die Kaufkraft von rund 1.345 Euro. Eine Anpassung verkürzt allerdings die Reichweite des Kapitals.
Modellrechnung mit konstanter Rendite und monatlicher Entnahme zum Monatsende. Reale Kurse schwanken – gerade in der Entnahmephase ist die Reihenfolge der Renditen (Sequenzrisiko) entscheidend. Kapitalertragsteuer ist nicht berücksichtigt. Keine Anlageberatung. Ohne Gewähr.

Die 4-%-Regel

Eine bekannte Faustregel besagt: Wer jährlich rund 4 % des Startkapitals entnimmt, kann sein Vermögen über etwa 30 Jahre erhalten. Bei 500.000 € wären das 20.000 € im Jahr bzw. rund 1.667 € im Monat. Die Regel ist eine grobe Orientierung – sie stammt aus US-Studien und hängt stark von Rendite, Inflation und dem Verlauf der Märkte ab.

Kapitalverzehr oder Kapitalerhalt?

Beim Kapitalverzehr wird das Vermögen bis zum Ende aufgebraucht – du kannst mehr entnehmen. Beim Kapitalerhalt entnimmst du nur die Erträge, die Substanz bleibt. Der Rechner zeigt beides: die Reichweite deiner Wunsch-Entnahme und die Höhe, bei der das Kapital dauerhaft erhalten bliebe.

Das Sequenzrisiko

Anders als beim Ansparen ist beim Entnehmen die Reihenfolge der Renditen kritisch: Fallen die Märkte früh, während du schon entnimmst, zehrt das die Substanz überproportional. Plane daher konservativer als beim Sparplan und halte einen Puffer aus sicheren Anlagen.

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