Eine metrische Tonne sind 1.000 Kilogramm. Der Rechner zeigt zusätzlich die amerikanische und die britische Tonne, die deutlich abweichen.
Die metrische Tonne ist unkompliziert: 1 t = 1.000 kg, also nur ein Kommaverschieben um drei Stellen. Fachlich korrekt heißt sie Megagramm, im Alltag hat sich aber ausschließlich „Tonne" durchgesetzt. Unangenehm wird es erst, wenn angloamerikanische Angaben ins Spiel kommen, denn dort existieren zwei weitere Tonnen mit abweichendem Gewicht.
Die US short ton entspricht 2.000 Pfund und damit 907,185 Kilogramm – rund neun Prozent weniger als die metrische. Die britische long ton umfasst 2.240 Pfund oder 1.016,047 Kilogramm und liegt damit gut anderthalb Prozent darüber. Wer eine amerikanische Tragfähigkeitsangabe von „10 tons" als 10.000 Kilogramm liest, überschätzt sie um fast eine ganze Tonne. In der internationalen Schifffahrt und im Rohstoffhandel wird deshalb meist ausdrücklich von „metric tonne" gesprochen und teils die Schreibweise mit Doppel-N verwendet, um Verwechslungen auszuschließen.
Ein Kleintransporter mit 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht darf 3.500 Kilogramm wiegen – inklusive Fahrzeug, Fahrer, Ladung und Kraftstoff. Bei einem Leergewicht von 2.100 Kilogramm bleiben also 1.400 Kilogramm Nutzlast. Ein Kubikmeter Kies wiegt rund 1,8 Tonnen, womit bereits eine knappe Schaufel den Transporter an die Grenze bringt. Umgekehrt: 750 Kilogramm Anhängelast entsprechen 0,75 Tonnen.
Im deutschsprachigen Raum begegnen zwei weitere Handelsmaße. Der Zentner meint in Deutschland 50 Kilogramm, in Österreich und der Schweiz dagegen 100. Der Doppelzentner ist mit 100 Kilogramm eindeutig und wird in der Landwirtschaft für Erntemengen verwendet – ein Hektar Weizen liefert grob 70 bis 90 Doppelzentner. Beide sind keine gesetzlichen Einheiten mehr, halten sich im Handel aber hartnäckig.
Am häufigsten bei Fahrzeugen und im Bau. Führerscheinklassen knüpfen direkt an die Grenze von 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht an, und viele Brücken, Straßen und Parkhäuser tragen entsprechende Beschränkungen. Im Baustoffhandel werden Kies, Sand und Splitt tonnenweise verkauft, obwohl bestellt meist in Kubikmetern wird – die Umrechnung läuft über die Schüttdichte. Auch Müllgebühren, Frachtkosten und Erntemengen rechnen in Tonnen. Bei Aufzügen wird die Traglast dagegen üblicherweise in Kilogramm angegeben, ebenso bei Regalsystemen und Hebezeugen.
Zwei häufige Angaben meinen etwas anderes: Die CO₂-Tonne in Klimabilanzen ist zwar eine echte Masse, wird aber oft mit „Tonnen CO₂-Äquivalent" verwechselt, in denen andere Treibhausgase auf ihre Klimawirkung umgerechnet enthalten sind. Und die Registertonne im Schiffsbau ist überhaupt kein Gewicht, sondern ein Raummaß von 2,83 Kubikmetern. Wer Schiffsdaten liest, sollte deshalb zwischen Bruttoraumzahl und Tragfähigkeit unterscheiden. Für kleinere Gewichte sind der Pfund-Kilogramm-Umrechner und der Unzen-Gramm-Umrechner zuständig, für Volumen der Kubikmeter-Liter-Umrechner.