Schätze deinen täglichen Wasserbedarf anhand von Körpergewicht und Aktivität.
Wie viel ein Mensch täglich trinken sollte, hängt vor allem vom Körpergewicht und der Aktivität ab. Der Rechner schätzt den Flüssigkeitsbedarf anhand einfacher, anerkannter Richtwerte.
Als Orientierung gelten etwa 30 bis 35 Milliliter Flüssigkeit je Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Ein Teil davon nehmen wir bereits über feste Nahrung auf (rund 20 bis 30 Prozent), den Rest über Getränke. Ein erwachsener Mensch von 70 kg kommt damit auf einen Gesamtbedarf von etwa 2,1 bis 2,5 Litern, von denen rund 1,5 Liter getrunken werden sollten.
Bei 80 kg Körpergewicht ergibt die Rechnung 80 × 33 ml ≈ 2,6 Liter Gesamtbedarf. An heißen Tagen, bei Sport oder Fieber steigt der Bedarf deutlich, weil der Körper über Schweiß zusätzlich Flüssigkeit verliert. Der Rechner oben liefert Ihren persönlichen Richtwert in Sekunden.
Der tatsächliche Bedarf ist individuell verschieden. Hitze, körperliche Anstrengung, Stillzeit sowie bestimmte Erkrankungen erhöhen ihn, während bei einigen Herz- oder Nierenerkrankungen ärztlich eine begrenzte Trinkmenge vorgegeben sein kann. Wasser, ungesüßte Tees und stark verdünnte Saftschorlen sind ideale Durstlöscher. Ein guter Alltagsindikator ist die Farbe des Urins: Ist er hellgelb, ist die Zufuhr meist ausreichend. Verlassen Sie sich zusätzlich auf Ihr Durstgefühl – der errechnete Wert ist eine Orientierung, kein starres Soll.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Vorgaben.
Der Körper meldet Flüssigkeitsmangel oft frühzeitig: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und ein trockener Mund sind typische Zeichen. Ein zuverlässiger Alltagsindikator ist die Urinfarbe – ist sie dunkelgelb, sollte mehr getrunken werden. Wer das Trinken leicht vergisst, kann feste Trinkzeiten einplanen, eine Flasche sichtbar bereitstellen oder zu jeder Mahlzeit ein Glas Wasser trinken. Ältere Menschen haben ein vermindertes Durstgefühl und sollten bewusst auf eine ausreichende Zufuhr achten. Umgekehrt ist auch ein deutliches Zuviel nicht sinnvoll: In seltenen Fällen kann übermäßiges Trinken den Salzhaushalt stören. Für die allermeisten Menschen ist eine gleichmäßig über den Tag verteilte Zufuhr die beste Strategie.
Nicht nur Wasser zählt. Ungesüßter Tee und Kaffee werden vollständig angerechnet – die früher verbreitete Vorstellung, Kaffee entziehe dem Körper Flüssigkeit, gilt als widerlegt; bei moderatem Konsum ist die Bilanz positiv. Etwa ein Fünftel bis ein Viertel der täglichen Zufuhr stammt zudem aus fester Nahrung: Gurken, Melonen und Tomaten bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser, auch Suppen und Joghurt tragen bei. Ein brauchbarer Alltagsindikator ist die Urinfarbe – hellgelb deutet auf ausreichende Zufuhr hin, dunkles Gelb auf zu wenig. Bei Hitze, Sport, Fieber oder Durchfall steigt der Bedarf teils um mehr als einen Liter täglich.