Berechne die prozentuale Gehaltserhöhung oder das neue Gehalt nach einer Erhöhung.
Eine Gehaltserhöhung wird meist in Prozent angegeben. Der Rechner zeigt, wie sich das neue Brutto ergibt – und warum vom Zuwachs netto oft weniger ankommt, als man erwartet.
Neues Brutto = altes Brutto × (1 + Erhöhung in % ÷ 100). Der reine Bruttozuwachs ist einfach zu berechnen; entscheidend ist aber der Nettoeffekt.
Steigt ein Gehalt von 3.000 € um 5 %, sind das 3.000 × 1,05 = 3.150 € brutto, also 150 € mehr. Netto bleiben davon weniger übrig, weil auf den zusätzlichen Betrag Steuern und Sozialabgaben anfallen. Den genauen Nettozuwachs zeigt der Brutto-Netto-Rechner.
Weil der Steuertarif progressiv ist, wird der zusätzliche Euro höher besteuert als der Durchschnitt Ihres Einkommens – dieser Effekt heißt kalte Progression. Zusätzlich sollte man die Erhöhung an der Inflation messen: Nur wenn sie über der Teuerungsrate liegt, steigt der reale Lohn. Eine Erhöhung von 3 % bei 4 % Inflation bedeutet real ein Minus.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Steuerberatung. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen gesetzlichen bzw. fachlichen Vorgaben.
Nicht jede Aufbesserung wirkt gleich: Eine dauerhafte prozentuale Erhöhung steigert Gehalt, spätere Erhöhungen (die auf dem neuen Wert aufsetzen) und Rentenansprüche – sie wirkt über Jahre. Eine Einmalzahlung oder Prämie bringt kurzfristig mehr, hat aber keine Langzeitwirkung. Über einen längeren Zeitraum ist eine prozentuale Erhöhung daher meist wertvoller als eine einmalige Sonderzahlung in gleicher Höhe.
Übliche jährliche Anpassungen liegen häufig im Bereich der Inflationsrate plus einem kleinen Aufschlag; bei einem Aufgabenwechsel oder Aufstieg sind größere Sprünge möglich. Wer verhandelt, sollte den gewünschten Prozentsatz vorab in einen konkreten Brutto- und Nettobetrag umrechnen, um die eigene Vorstellung greifbar zu machen – genau dafür ist dieser Rechner gedacht.
Neben dem Grundgehalt zählen auch andere Bausteine: eine betriebliche Altersvorsorge, ein Firmenwagen, Zuschüsse oder zusätzliche Urlaubstage können mehr wert sein als ein kleiner prozentualer Aufschlag. Rechnen Sie solche Leistungen in einen Eurobetrag um, um Angebote fair zu vergleichen.
Verhandlungen laufen besser, wenn sie zeitlich an einen sichtbaren Beitrag anknüpfen – den Abschluss eines Projekts, die Übernahme zusätzlicher Verantwortung oder das Ende eines erfolgreichen Geschäftsjahres. Ungünstig ist der Zeitpunkt kurz nach Bekanntgabe von Sparmaßnahmen oder unmittelbar nach dem Budgetabschluss, weil dann kein Spielraum mehr besteht. Für die Höhe hilft eine belastbare Bezugsgröße statt eines Bauchgefühls: tarifliche Vergleichswerte, Gehaltsstudien der Branche oder die Entgeltgruppe einer vergleichbaren Stelle im öffentlichen Dienst. Wer eine konkrete Zahl mit nachvollziehbarer Herleitung nennt, verhandelt in aller Regel erfolgreicher als jemand, der eine Prozentspanne ins Gespräch bringt und darauf wartet, dass ein Gegenangebot kommt.