Schätze deinen Blutalkoholwert nach der Widmark-Formel aus Getränken, Gewicht und Zeit.
Der Promillerechner schätzt die Blutalkoholkonzentration (BAK) nach der Widmark-Formel. Das Ergebnis ist eine grobe Orientierung – der tatsächliche Wert hängt von vielen individuellen Faktoren ab.
BAK (‰) = Alkoholmenge (g) ÷ (Körpergewicht (kg) × r). Der Faktor r beschreibt die Verteilung im Körper und liegt bei etwa 0,7 (Männer) bzw. 0,6 (Frauen). Die Alkoholmenge ergibt sich aus: Getränkemenge (ml) × Volumenprozent × 0,8 (Dichte von Alkohol).
Ein Mann (80 kg) trinkt 0,5 l Bier mit 5 % vol: Alkohol = 500 × 0,05 × 0,8 = 20 g. BAK ≈ 20 ÷ (80 × 0,7) ≈ 0,36 ‰. Pro Stunde baut der Körper etwa 0,1 bis 0,15 ‰ ab.
In Deutschland gilt ab 0,5 ‰ ein Bußgeld; ab 1,1 ‰ liegt absolute Fahruntüchtigkeit vor. Für Fahranfänger in der Probezeit und unter 21 Jahren gilt 0,0 ‰.
Wichtiger Hinweis: Dieser Rechner liefert nur eine grobe Schätzung und darf niemals zur Beurteilung der Fahrtüchtigkeit herangezogen werden. Der reale Promillewert kann deutlich abweichen. Wer Alkohol getrunken hat, sollte im Zweifel grundsätzlich nicht fahren.
Die Widmark-Formel liefert nur einen Schätzwert, denn die tatsächliche Blutalkoholkonzentration hängt von vielen Faktoren ab: Körpergewicht und Geschlecht bestimmen das Verteilungsvolumen, Essen vor und während des Trinkens verlangsamt die Aufnahme, und auch Trinktempo, Tagesform und Gewöhnung spielen eine Rolle. Zwei Menschen mit identischer Trinkmenge können deshalb deutlich unterschiedliche Werte haben.
Weil der Körper Alkohol nur langsam mit etwa 0,1 bis 0,15 Promille pro Stunde abbaut, kann am Morgen nach einem langen Abend noch relevanter Restalkohol im Blut sein – oft mehr, als man vermutet. Wer abends viel getrunken hat, ist morgens unter Umständen noch nicht fahrtüchtig. Verlassen Sie sich im Zweifel nie auf eine Rechnung, sondern lassen Sie das Auto stehen.
Kaffee, kalte Duschen, Sport oder fettiges Essen ändern nichts an der Abbaugeschwindigkeit. Die Leber arbeitet mit weitgehend konstanter Rate, unabhängig davon, wie wach man sich fühlt – Koffein vertreibt allenfalls die Müdigkeit und täuscht dadurch eine Fahrtüchtigkeit vor, die nicht besteht. Eine Mahlzeit vor dem Trinken verlangsamt nur die Aufnahme ins Blut, senkt also den Spitzenwert, verkürzt aber nicht die Gesamtdauer. Auch der Atemalkoholtest misst nicht dasselbe wie eine Blutprobe: Er bestimmt die Konzentration in der Atemluft in mg/l, die im Ordnungswidrigkeitenverfahren eigenständig verwertbar ist, während im Strafverfahren die Blutalkoholkonzentration zählt. Zwischen beiden Werten besteht kein fester Umrechnungsfaktor, weshalb Gerichte bei Straftaten stets eine Blutprobe verlangen.