Berechne dein TV-L-Gehalt 2026 (öffentlicher Dienst der Länder) nach Entgeltgruppe und Stufe.
Der TV-L ist der Tarifvertrag für die Beschäftigten der deutschen Bundesländer (mit Ausnahme Hessens, das einen eigenen Vertrag hat). Er bestimmt das Entgelt über die Entgeltgruppe und die Erfahrungsstufe.
Die Entgeltgruppe (E1 bis E15) ergibt sich aus der Tätigkeit und der geforderten Qualifikation. Innerhalb jeder Gruppe gibt es Erfahrungsstufen, die man mit zunehmender einschlägiger Berufserfahrung durchläuft. Der Wert an der Kreuzung von Gruppe und Stufe ist das monatliche Grundentgelt aus der TV-L-Tabelle.
Eine Beschäftigte in E11, Stufe 2, findet ihr Bruttogehalt an der entsprechenden Stelle der aktuellen Tabelle. Mit jedem Stufenaufstieg nach festgelegten Laufzeiten steigt das Entgelt. Die Beträge werden in Tarifrunden regelmäßig angehoben – den konkreten Wert liefert der Rechner oben.
Wichtig ist die Unterscheidung: Der TV-L gilt für die Länder, der TVöD für Bund und Kommunen und für Klinikärzte ein eigener Arzt-Tarifvertrag. Struktur und Tabellenwerte unterscheiden sich zwischen diesen Verträgen. Hinzu kommen je nach Bereich eine Jahressonderzahlung und Zulagen. Was vom Bruttoentgelt netto übrig bleibt, zeigt der Brutto-Netto-Rechner.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Tarif- oder Rechtsberatung. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Vorgaben.
Neben dem Tabellenentgelt sieht der TV-L weitere Bestandteile vor. Die Jahressonderzahlung wird meist im November gezahlt und ist als Prozentsatz eines Monatsentgelts festgelegt, der mit steigender Entgeltgruppe sinkt. Je nach Tätigkeit und Bereich kommen Zulagen hinzu, etwa für besondere Aufgaben. Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst oder in der Pflege werden teils nach eigenen Entgeltordnungen vergütet. Der Stufenaufstieg innerhalb einer Entgeltgruppe erfolgt automatisch nach festen Laufzeiten und honoriert wachsende Berufserfahrung. Eine höhere Entgeltgruppe erreicht man dagegen nur über eine höherwertige Tätigkeit. Für die Nettoberechnung sind schließlich Steuerklasse und Sozialabgaben entscheidend.
Innerhalb einer Entgeltgruppe steigt das Gehalt in sechs Stufen. Die Laufzeiten verlängern sich mit jeder Stufe: ein Jahr von Stufe 1 zu 2, zwei Jahre bis Stufe 3, dann drei, vier und schließlich fünf Jahre bis zur Endstufe – vom Berufseinstieg bis zur höchsten Stufe vergehen also rund fünfzehn Jahre. Einschlägige Berufserfahrung aus einem vorherigen Arbeitsverhältnis kann bei der Einstellung anerkannt werden und führt zu einer höheren Einstiegsstufe; ein Anspruch darauf besteht allerdings nur eingeschränkt, verhandelt wird das vor Vertragsunterzeichnung.
Das Tabellenentgelt ist nicht das gesamte Einkommen. Hinzu kommen je nach Aufgabe und Land Zulagen, etwa für Wechselschicht- und Nachtarbeit, IT-Fachkräftezulagen oder Zuschläge im medizinischen Bereich. Die Jahressonderzahlung wird im November ausgezahlt und beträgt je nach Entgeltgruppe einen unterschiedlichen Prozentsatz des durchschnittlichen Monatsentgelts – in den unteren Gruppen anteilig mehr als in den oberen. Für die Altersvorsorge zahlt der Arbeitgeber Beiträge an die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, was faktisch eine Betriebsrente ergibt. Wer Angebote aus dem öffentlichen Dienst mit der freien Wirtschaft vergleicht, sollte diese Bausteine zusammen mit der Arbeitszeitregelung in einen Jahreswert umrechnen.
Stand: 23. Juli 2026.